Literaturstipendium der Stadt Chemnitz
Literaturstipendium 2026 für Judith Kuckart und Burkhard Peter
Die Schriftstellerin und freie Regisseurin Judith Kuckart und der Fotograf Burkhard Peter sind die diesjährige Literaturstipendiatin und der -stipendiat der Stadt Chemnitz. In der Ausschreibung setzten sie sich mit ihrer Tandembewerbung gegen 52 weitere Bewerbungen durch. Die beiden werden sich den Aufenthalt von Anfang April bis Ende September zu gleichen Teilen aufteilen, Burkhard Peter beginnt am 1. April.
Für das dritte Literaturstipendium der Stadt Chemnitz sind insgesamt 53 Bewerbungen eingegangen – so viele und so internationale wie noch nie. Es gab Einsendungen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn, Georgien, Italien und Estland.
Gesucht worden war eine literarische Produzentin oder ein literarischer Produzent, die oder der von April bis September in Chemnitz leben wird, sich in dieser Zeit facettenreich mit Stadt und Region beschäftigt, am gesellschafts- und kulturpolitischen Diskurs teilnimmt und ihn durch eigene Beiträge bereichert.
Die Stipendiaten
Judith Kuckart (geboren 1959) wuchs am Rande des Ruhrgebiets auf. Sie lebt heute in Berlin. Ihr Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften schloss sie mit dem Magister über Else Lasker-Schüler ab. Sie besuchte die Abteilung Tanz an der Folkwang-Hochschule Essen und gründete 1984 das Tanzthea-ter Skoronel, eine freie professionelle Gruppe, mit der sie bis zum Jahr 1998 17 Produktionen realisierte. Seit 1999 arbeitet sie als Schriftstellerin und freie Regisseurin. Im August 2024 erschien ihr neuer Roman “Die Welt zwischen den Nachrichten” bei DuMont.
Burkhard Peter (geboren 1961) studierte Foto- und Filmdesign an der FH Dortmund. Er lebt als freier Fotograf in Berlin. Er arbeitet deutschlandweit im Bereich Portrait- und Reportagefotografie sowie Dokumentation im redaktionellen Bereich, für Institutionen, Verlage, Zeitschriften, PR und Werbung. Seit 2015 beschäftigt er sich in seiner künstlerischen Arbeit mit der Stadtlandschaft als Lebensraum und nimmt dabei städtische, auch kleinstädtische und provinzielle Szenerien in den
Fokus.
Judith Kuckart und Burkhard Peter haben bereits bei mehreren gemeinsamen Projekten zusammengearbeitet. Für das Literaturstipendium der Stadt Chemnitz haben sie sich als Tandem beworben, um sich jeweils einzeln in einem Projekt und auch in einem gemeinsamen Projekt in die Stadt Chemnitz einzubringen.
Willkommensveranstaltung
Am Donnerstag, dem 23. April, ab 19 Uhr stellen sich die beiden Stipendiaten bei der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Literaturstipendium in der Neuen Sächsischen Galerie vor. Geplant ist ein moderiertes Gespräch inklusive Lesung.
Hintergrund: Literaturstipendium
Durch das Stipendium wird die Auseinandersetzung der Menschen mit Geschichte und Gegenwart des Lebens in der Stadt Chemnitz und der Region verstärkt ermöglicht.
Im Sinne der Kulturstrategie der Stadt Chemnitz „Kultur Raum geben“ und in Fortführung des Kulturhauptstadtmottos C the Unseen machen sich Stadtgesellschaft und ihr Umfeld gemeinsam auf, sich verstärkt in Europa zu verorten, Unentdecktes sichtbar, fühlbar und denkbar zu machen.
Mit dem Stipendium wird eine oder ein Scriptor in Residence dazu eigeladen, daran mitzuwirken und Teile ihrer bzw. seiner aktuellen Arbeit vorzustellen, z. B. bei Lesungen zum Antritt und Abschluss des Stipendiums, im kulturöffentlichen Leben der Stadt sowie bei interaktiven Lesungen in Schulen und Bildungseinrichtungen.
Das Literaturstipendium der Stadt Chemnitz wurde 2022 zum ersten Mal, im Jahr 2023 zum zweiten Mal ausgeschrieben. Auf die beiden Ausschreibungen gingen mehr als 40 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz ein.
Als erste Literaturstipendiatin bereicherte Arna Aley von Oktober 2022 bis März 2023 das kulturelle Leben der Stadt. Von April bis September 2024 brachte sich Stefan Hornbach als zweiter Literaturstipendiat literarisch ein, las vor Publikum und schrieb an seinem zweiten Roman.
Rückblick 2024
Der zweite Literaturstipendiat Stefan Hornbach lebte und arbeitete von Anfang April bis Mitte Oktober 2024 in Chemnitz.
mehrRückblick 2023
Arna Aley war die erste Literaturstipendiatin der Stadt Chemnitz. Sie hat von Oktober 2022 bis März 2023 hier gelebt und gearbeitet und sich mit ihren Beiträgen am gesellschaftlichen Diskurs beteiligt.
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