Chemnitzer Türme

Dr. Stefan Thiele, der Kurator des Schloßbergmuseums, erzählt in einer Amtsblatt-Serie, die ab August 2023 erschienen ist, von den Besonderheiten von Chemnitzer Türmen und anderen hohen Gebäuden:

Die Geschichte einer Stadt spiegelt sich in ihren Bauwerken wider. Kirchen, Klöster, Burgen, Schlösser, Rat- und Bürgerhäuser, Befestigungsanlagen, Schulen, Verkehrsbauten und Industrieanlagen sind bis heute prägende Zeugnisse einer jahrhundertelangen Entwicklung. Anders als in vergleichbaren Orten haben sich in Chemnitz nur wenige Gebäude erhalten, die Zeugnis von der fast neunhundertjährigen Geschichte der Stadt ablegen können.

Immer wieder kam es zu Veränderungen und Verlusten am historischen Gebäudebestand. Besonders gravierend wirkten sich die Überbauung der alten Stadtstruktur im Sinne einer gründerzeitlichen City am Ende des 19. Jahrhunderts, die Zerstörung im Jahre 1945, der anschließende Neuaufbau des Zentrums zwischen 1950 und 1975 sowie die bis heute nicht abgeschlossenen Baumaßnahmen der Zeit nach 1990 aus.

 

Die Schloßkirche

Schloßkirche nach Vollendung des Turms, 1900
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum

Auf einem Geländesporn über dem „Chemnitz“ genannten Fluss begann vor reichlich acht Jahrhunderten mit der Gründung des Benediktinerkloster St. Marien die Geschichte der Stadt.

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Das Hotelhochhaus

Roter Turm mit Stadthallen- und Hotelkomplex, um 1980
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz - Schloßbergmuseum

Mit dem Neuaufbau des Stadtzentrums nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entstand durch die Arbeit von Rudolf Weißer und seinem Kollektiv unter anderem das Interhotel „Kongreß“.

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Der Rote Turm

Blick vom Casino-Park zum Roten Turm, um 1890
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum

Während sich heute mit dem „Roten Turm“ zuerst der Gedanke an die innerstädtische Shopping-Mall verbindet, nahm dieser im Mittelalter eine dominierende Position ein.

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Der Bismarckturm

Bismarckturm um 1910
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum

Nachdem auf dem Chemnitzer Markt bereits 1899 ein bronzenes Standbild eingeweiht worden war, entstand wenig später der Wunsch nach einem monumentalen Bismarckturm.

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Der Schornstein im Heizkraftwerk

Schornstein des Heizkraftwerks Nord um 1980
Foto: eins Energie in Sachsen

Zwar kein Turm im eigentlichen Sinne, aber ein weithin sichtbarer Blickfang und eines der populärsten Chemnitzer Wahrzeichen ist der Schornstein des Heizkraftwerks Nord.

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Der Hohe Turm | Jakobikirchturm

Jakobikirche und Hoher Turm, um 1920
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz - Schloßbergmuseum

Zwischen der Jakobikirche und dem Alten Rathaus erhebt sich der Hohe Turm oder Jakobikirchturm – im Kern eines der ältesten Bauwerke der Stadt und über Jahrhunderte hinweg ihr Wahrzeichen.

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Der Uhrturm Firma Schubert & Salzer

Innenhof des Fabrikkomplexes mit Uhrturm, 1928
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz – Schloßbergmuseum

Der Uhrturm der Firma Schubert & Salzer an der Annaberger Straße ist nur eines der von Erich Basarke (1878–1941) geschaffenen Bauten, die das Stadtbild bis heute prägen.

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