Abschlussbilanz
Chemnitz 2025: Die Kulturhauptstadt Europas beschließt ihr Programmjahr mit Rekorden und neuer Strahlkraft
Schätzungsweise mehr als 2 Mio. Besucher:innen, Teilnehmer:innen und Gäste – volle Häuser, internationale Aufmerksamkeit, weltoffene Atmosphäre und positives Feedback
Die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 verabschiedet sich an diesem Wochenende mit einer überragenden (vorläufigen) Bilanz aus dem Programmjahr: Der Titel „C the Unseen“ hätte treffender nicht sein können – Chemnitz ist jetzt ein fester, sichtbarer Punkt auf der Landkarte Deutschlands, Europas und der Welt.
Schätzungsweise weit mehr als 2 Mio. Menschen waren Teil des Titeljahres der Stadt Chemnitz und der 38 Kommunen der Kulturhauptstadtregion. Der „Kulturhauptstadt-Effekt“ ist überall deutlich spürbar: Die Gäste erlebten knapp 2.000 Veranstaltungen im Programm von Chemnitz 2025, besuchten Museen, Festivals, Konzerte. Entdeckten den Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH und erkundeten die Maker Hubs. Trafen Menschen in Garagenhöfen, bestaunten Edvard Munchs „Schrei“, pflanzten Apfelbäume, nahmen an Tanzklassen unter freiem Himmel teil oder sahen Ausstellungen, die Rekorde brachen.
Chemnitz hat sich als großartiger, freundlicher und professioneller Gastgeber für tausende Tourist:innen gezeigt und war darüber hinaus ein gefragter Ort für Kongresse, Tagungen und eine Vielfalt weiterer Veranstaltungen, die vom Kulturhauptstadt-Titel angezogen wurden. Die Menschen in Chemnitz und in der Kulturhauptstadtregion haben ihre Gäste und sich selbst überrascht.
2025 war ein beispielhaftes Beteiligungsprojekt. Das Programm des Kulturhauptstadtjahres ist aus der Stadtgesellschaft heraus entstanden und damit einzigartig im Vergleich zu anderen Europäischen Kulturhauptstädten.
Die Menschen in Chemnitz und in der Kulturhauptstadtregion haben untereinander und mit vielen europäischen Partner:innen neue Netzwerke und Kooperationen gebildet, die auch zukünftig bestehen werden. Von der Oper bis zum Poetry Slam, von der Kunstausstellung bis zum Wettstreit der internationalen Jugendfeuerwehren – Kultur ist all das, was eine Gesellschaft miteinander verbindet.
2025 haben Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion eindrucksvoll gezeigt, wie durch den Austausch und das gemeinsame Tun, Verständnis, Toleranz und gegenseitiger Respekt wachsen. Mit den vielfältigen Möglichkeiten zur aktiven Partizipation hat Chemnitz 2025 gezeigt, wie gelebte Demokratie funktioniert. Die Menschen sind dabei nicht in der Innenperspektive verharrt, sondern haben sich nach Europa geöffnet und viele verschiedene Perspektiven kennengelernt.
1. Programm
Chemnitz 2025 präsentierte im Jahr 2025 rund 2.000 Veranstaltungen, doppelt so viele wie noch zu Jahresbeginn erwartet. Grundlage dafür waren die fünf Programmfelder mit insgesamt 260 Projekten, die im Programm von Chemnitz 2025 verankert waren. Zentrale Schwerpunkte lagen auf der Beteiligung der Bürger:innen sowie auf internationaler Zusammenarbeit. In mehreren offenen Ausschreibungen konnte sich die Zivilgesellschaft aktiv einbringen; so entstanden 56 zusätzliche Projekte. Insgesamt arbeiteten 731 Partnerorganisationen am Programm mit. Davon waren 233 internationale Partner aus 40 Ländern, mit denen gemeinsam 68 Projekte realisiert wurden.
Einige Veranstaltungen wurden von besonders vielen Menschen besucht:
- Die Eröffnungsfeier von Chemnitz 2025 am 18.01.2025 zählte 80.000 Gäste.
- Das Hutfestival hatte 105.000 Besucher:innen, doppelt so viele wie 2024.
- Das Kunstfestival ibug meldete einen Besucherrekord mit über 38.000 Besucher:innen, knapp doppelt so viele wie erwartet.
- Rekord auch beim Kunstfestival Begehungen mit 56.000 Besucher:innen.
- Das Kultur-, Musik- und Demokratiefestival KOSMOS wurde von 115.000 Menschen gefeiert, erneut ein Besucherrekord.
- Light Our Vision hatte 86.000 Besucher:innen.
- Das Industriemuseum Chemnitz mit der Sonderausstellung „Tales of Transformation“ zählte bereits am 24. September 2025 100.000 Besucher:innen. Zum Vergleich: im gesamten Jahr 2024 waren es insgesamt 62.000 Besucher:innen.
- In die Ausstellung „Eduard Munch. Angst“ in den Kunstsammlungen Chemnitz kamen 84.000 Besucher:innen.
- Über 8.000 Läufer:innen gingen auf verschiedenen Distanzen beim Europäischen Kulturhauptstadt-Marathon an den Start.
2. Kulturhauptstadtregion, Makerhubs und PURPLE PATH
Das größte nachhaltige Projekt in der Kulturhauptstadtregion mit ihren 38 Partnerkommunen ist der Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH. Mit den Arbeiten von über 60 renommierten internationalen, regionalen und lokalen Künstler:innen ist in der Region eine einzigartige Ausstellung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum entstanden, die Chemnitz und die Region miteinander verbindet. Der Kunst- und Skulpturenweg wird zukünftig zu einem neuen wichtigen touristischen Anziehungspunkt nicht nur für Kunstliebhaber:innen werden.
Mit neun sogenannten Makerhubs sind in Chemnitz und der Kulturhauptstadtregion Kreativorte entstanden, die zum gemeinsamen Tun einladen und damit zu einer Triebkraft für nachhaltigen Kreativtourismus in der Region werden.
3. Beteiligung und Volunteers
Die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 wurde maßgeblich von der aktiven Mitwirkung der Menschen in der Stadt und Region getragen. Ob als Volunteers, in künstlerischen Projekten oder in nachbarschaftlichen Initiativen, das Engagement der Zivilgesellschaft hat das Programm geprägt und bereichert.
- Freiwilliges Engagement: 1.300 Volunteers leisteten in 10.000 Einsätzen rund 45.000 ehrenamtliche Stunden und unterstützten als Botschafter:innen sowie hinter den Kulissen.
- #3000Garagen: Das Hauptprojekt zeigte Garagen als kreative Räume; 1.000 Menschen wirkten an den Formaten mit und arbeiteten mit 34 internationalen Künstler:innen zusammen.
- Apfelbaum-Initiativen: In gemeinschaftlichen Aktionen wurden in drei Jahren 1.450 Apfelbäume im öffentlichen Raum gepflanzt – Grundlage für neue Nachbarschaften im Projekt Gelebte Nachbarschaft.
- Mikroprojekte: 248 Mikroprojekte wurden gefördert und umgesetzt.
- CREATE.U: 81 junge Menschen entwickelten eigene Projekte für das Kulturhauptstadtprogramm; Highlight war das Betonblühen-Festival im Oktober 2025 mit 5.500 Besucher:innen.
- Tanzende Nachbarn: Seit Mai 2024 nahmen wöchentlich etwa 100 Menschen ab 60 Jahren an den Workshops teil.
- Makers, Business & Arts / Maker-Advent: Das Projekt vernetzt kreative Macher:innen mit Wirtschaft, Kunst und Tourismus. Der Maker-Advent wurde mit dem Deutschen Tourismuspreis 2025 ausgezeichnet; 2025 bieten 42 Werkstätten und Ateliers insgesamt 330 Mitmach-Veranstaltungen an.
Das Förderprogramm „EUJA! Initiativprojekte für das Kulturhauptstadtjahr“ hat 2025 die Kreativität der Chemnitzer Stadtgesellschaft sichtbar gemacht. Rund 120 Projekte wurden von Bürger:innen, Vereinen und Initiativen umgesetzt.
- EUJA! als zentrales Projekt bürgerschaftlicher Eigeninitiative im Kulturhauptstadtjahr
- Gesamtfördersumme: 505.000 Euro
- Trägerschaft und Förderung durch: Stadt Chemnitz, Chemnitz 2025 gGmbH, Sparkasse Chemnitz und GGG - Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft m.b.H.
- Vielfalt der Projekte: Musikfestivals, Kulturaktionen, Jugendbeteiligung, künstlerische Workshops, neue Formate auf Interventionsflächen, Aktionen im öffentlichen Raum
Die Interventionsflächen zählen zu den sichtbarsten Beteiligungsprojekten des Kulturhauptstadtjahres. Ihre Umsetzung wäre ohne die aktive Mitwirkung der Chemnitzer:innen nicht möglich gewesen. In allen Stadtteilen und Ortschaften wurde gemeinsam entschieden, welche Orte neugestaltet werden sollen.
- Durch diese Projekte wurde die Kulturhauptstadt unmittelbar in die Nachbarschaften der Menschen getragen und bleibt über das Titeljahr hinaus präsent.
- In jedem der acht Gebiete der Bürgerplattformen und in jeder der acht eingemeindeten Ortschaften standen 325.000 Euro für neue öffentliche Orte zur Verfügung.
- Die Bürgerschaft wählte selbst aus, welche Projekte umgesetzt werden, von Vereinsräumen über Wanderwege und Parks bis hin zu barrierefreien Zugängen.
- Beim Stadtteilpark am Pleißenbach konnten Bürger:innen die Gestaltung mitbestimmen, beim neuen Spielplatz wirkten insbesondere Kinder aktiv mit.
Wirtschaftliches Engagement: Die lokale und überregionale Wirtschaft hat Chemnitz 2025 tatkräftig unterstützt:
- Insgesamt 50 Sponsor:innen und Unterstützer:innen aus der Wirtschaft.
- Umfangreichstes Engagement durch:
- Volkswagen Group (Premium-Sponsor)
- eins energie in sachsen GmbH & Co. KG (Hauptsponsor)
- Sparkassen-Finanzgruppe (Offizieller Partner)
4. Museen und Kultureinrichtungen
Die städtischen Museen blicken auf ein außergewöhnliches Kulturhauptstadtjahr zurück. Nahezu alle Häuser verzeichneten deutliche Besucherzuwächse oder erleben das besucherstärkste Jahr ihrer Geschichte. Große Sonderausstellungen wie „European Realities“ und „Edvard Munch. Angst“ zogen nationale wie internationale Gäste an. Neue Orte wie das Karl Schmidt-Rottluff Haus setzten starke Impulse.
Kunstsammlungen Chemnitz
- Bis Oktober 229.869 Besuche in den Häusern der Kunstsammlungen (Vergleichszeitraum 2024: 60.460)
- 407 öffentliche Führungen und 968 Sonderführungen
- Deutlich internationaleres Publikum mit Gästen z.B. aus der Tschechischen Republik, Frankreich und den USA, hoher Anteil an Online-Tickets für Gäste von außerhalb
- Ausstellungs-Höhepunkte:
- „European Realities“ mit knapp 40.000 Besuchen, erfolgreichste Ausstellung im Museum Gunzenhauser seit seiner Eröffnung 2007
- „Edvard Munch. Angst“ mit 84.000 Besuchen
- Neues Künstlermuseum: Das Karl-Schmidt-Rottluff-Haus, seit April geöffnet, zählt bereits über 17.000 Besuche
- Starker Digitalzuwachs: Instagram-Community wuchs von 9.500 auf über 15.500 Follower
Industriemuseum Chemnitz
- Bis Mitte November 123.768 Besuche (Vergleichszeitraum 2024: 61.879), bestes Museumsjahr der Geschichte
- Über 880 Führungen und 1.288 Bildungs- und Vermittlungsangebote
- Stark gestiegenes Interesse von nationalen und internationalen Gästen
- Mehr als 100 Veranstaltungen und Vermietungen
- Zahlreiche große Fachtagungen, darunter ERIH-Jahreskonferenz, Abendempfang des Deutschen Museumsbundes, Sportministerkonferenz und Jahrestagung der DGTB
- Sieben Sonderausstellungen im Jahresverlauf, darunter „Tales of Transformation“
- Festivals und Events: EuroBean Chocolate Festival, Steampunk-Fest, Industriemuseum Open Air
- Europäisches Creative-Europe-Projekt „Metamorphosis of Workwear“ erfolgreich umgesetzt
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
- Rund 90.000 Besuche bis Oktober (Vergleichszeitraum 2024: 70.683)
- Besucherrekord mit Chemnitz-2025-Ausstellung „Silberglanz & Kumpeltod“ (43.000 Besucher:innen)
- Stark gestiegenes Interesse von nationalen und internationalen Gästen
- Deutlich ausgeweitete Vermittlungsangebote und Führungen
Museum für sächsische Fahrzeuge
- Bis Oktober 21.729 Besuche (Vergleichszeitraum 2024: 10.952)
- Kulturhauptstadt-Projekt: „Ersatzteillager“ von Martin Maleschka, eine Installation mit Leihgaben aus Chemnitzer Garagen in Kooperation mit dem Projekt #3000Garagen
- Sonderausstellung „Was Europa bewegte – Von Fahrrad bis Automobil“
Museum für Naturkunde
- Bis Oktober 17.987 Besuche (Vergleichszeitraum 2024: 16.965)
- Kulturhauptstadtprojekt: Fossil des Jahres 2025 Fayolia sterzeliana – Hai-Eikapseln aus Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa, eine Ausstellung, die die geologische Einzigartigkeit von Chemnitz herausstellt
5. Theater, Oper, Ballett und Philharmonie
Das Kulturhauptstadtjahr hat die Theater Chemnitz spürbar beflügelt. Die Häuser erlebten 2025 eine außergewöhnlich hohe Nachfrage, eine wachsende internationale Sichtbarkeit und eine deutliche Intensivierung des Austauschs mit Publikum, Partnern und Gästen aus dem In- und Ausland. Die Uraufführung der Oper „Rummelplatz“ erwies sich als einer der stärksten Publikumsmagnete des Jahres. Alle Vorstellungen waren ausverkauft, zusätzlich angesetzte Termine waren ebenfalls komplett vergriffen. Eine Wiederaufnahme ist geplant.
- Bisher über 200.000 Besucher:innen im Jahr 2025; ein Plus von mehr als 20.000 zum gleichen Zeitraum 2024.
- Rund 40 Prozent des Publikums kam aus anderen Regionen Deutschlands, zudem zahlreiche Gäste aus dem europäischen Ausland.
- Steigende Nachfrage bei Gastspielen, Sonderformaten und Open-Air-Produktionen.
Weitere herausragende Projekte 2025
- Konzertreihe auf dem Theaterplatz mit neun Open-Air-Konzerten, darunter der Festivalauftritt von Blond gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie zum Auftakt des KOSMOS-Festivals.
- Hochkarätige Sonderveranstaltungen: Europäische Kulturpreisgala im Mai, Finale der Deutschen Meisterschaft im Poetry Slam 2025 im Oktober, Gastspiel des Budapest Festival Orchestra in der Stadthalle.
- Internationales Festival TANZ | MODERNE | TANZ mit Guinness-Weltrekord für die längste Ballettklasse der Welt. Mehrere Hundert Teilnehmende trainierten gleichzeitig im Zentrum der Stadt.
- Das Projekt „Odyssee in C“ als große Tanz-Entdeckungsreise im öffentlichen Raum, gemeinsam gestaltet vom Ballett Chemnitz und internationalen Compagnien. Eine der publikumsstärksten und eindrucksvollsten Tanzproduktionen des Jahres.
6. Kongresse, Tagungen und Veranstaltungen der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren
Chemnitz hat sich im Kulturhauptstadtjahr 2025 als bedeutender Standort für nationale und internationale Fachveranstaltungen etabliert. Die C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren verzeichneten ein außergewöhnliches Wachstum, sowohl bei Besucherzahlen als auch bei der Zahl hochkarätiger Konferenzen. Die Nachfrage nach Räumen, Führungen und kulturellem Rahmenprogramm war so hoch wie nie zuvor.
- Prognostizierte Gesamtbesucherzahl der C³-Einrichtungen 2025: rund 760.000 (+ ca. 13 % zum Vorjahr)
- Rund 65.000 Kongress- und Tagungsgäste in den C³-Häusern (2024: 39.000).
- Villa Esche mit Rekordjahr: 427 Führungen (2024: 124), ein Plus von 244 %, Gäste aus 14 Ländern und drei Kontinenten.
- Stark gestiegene Nachfrage nach öffentlichen Führungen im Wasserschloß Klaffenbach und in der Stadthalle.
- Kulturveranstaltungen in den C³-Häusern mit deutlichem Besucherplus: 416.000 Gäste (2024: 348.000), ein Plus von rund 65.000.
- Erfolgreichste Freiluftsaison der C³ mit 18 Konzerten und insgesamt 63.000 Besucher:innen auf der Küchwaldwiese und im Wasserschloß Klaffenbach, darunter neue Küchwald-Konzerte mit Bryan Adams am 6. August (15.600 Gäste) und Sido am 10. August (13.000 Gäste)
Internationale Fachveranstaltungen 2025 – Auswahl
- I²MTC 2025, die größte internationale Fachkonferenz für Messtechnik, erstmals in Deutschland, mit über 400 Fachleuten aus mehr als 40 Ländern, rund 350 wissenschaftliche Beiträge.
- Rekordanmeldung bei der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes mit rund
1.000 Teilnehmenden.
7. Tourismus und Übernachtungen
Der Tourismus in Chemnitz und der Kulturhauptstadtregion hat 2025 einen deutlichen Aufschwung erlebt. Die Nachfrage nach Führungen und Reiseangeboten erreichte neue Rekorde, bereits bis September wurden doppelt so viele Stadtführungen durchgeführt wie im gesamten Vorjahr. Viele internationale Gäste entdeckten Chemnitz erstmals durch die Kulturhauptstadt, blieben mehrere Tage in der Stadt und haben fest vor wiederzukommen.
Die Auswertung der Beherbergungssteuer – deren Daten früher vorliegen als die amtliche Statistik und die auch kleinere Betriebe unter zehn Betten berücksichtigt – bestätigt diesen Trend eindeutig. Von Januar bis Oktober 2025 lagen die Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahr. Besonders stark war der Sommer: Allein im August wurde das Vorjahresniveau um mehr als 50 Prozent übertroffen. Die kontinuierlichen Zuwächse über nahezu alle Monate hinweg zeigen, dass Chemnitz 2025 erstmals als Reiseziel mit bundesweiter und internationaler Anziehungskraft wahrgenommen wurde.
Auch wirtschaftlich ist der Effekt messbar: Eine Sonderauswertung der Mastercard-Daten belegt, dass Chemnitz im Kulturhauptstadtjahr erheblich an Attraktivität gewonnen hat – sowohl im Freizeittourismus als auch im Ausgabenniveau der Gäste insgesamt.
- Jan – Okt 2025: 1.251 Führungen mit 30.664 Gästen (Vergleichszeitraum 2024: 473 Führungen mit 8.610 Gästen)
- Rund 400 Anfragen pro Tag in der Tourist-Information
- Bis Oktober 2025: 6.746 Reiseanfragen über die TI, davon 2.338 tatsächliche Gästeankünfte
- 78 % der Gruppen kamen von Unternehmen und Vereinen
- Durchschnittlicher Aufenthalt: 3 Tage
Auswertung Statistisches Landesamt (Jan – Sep 2025)
- Insgesamt +23,8 % Übernachtungen: 448.810 (Vergleichszeitraum 2024: 362.395)
- Monatliche Entwicklungen: März +8,5 %, April +15,8 %, Mai +45,8 %, Juni +44,4 %, Juli +13,9 %, August +51,2 %, September + 28,8 %
- Stärkster Monat August 2025: 64.849 Übernachtungen (+51,2 % ggü. Aug 2024)
Auswertung Beherbergungssteuer (inkl. Betriebe unter 10 Betten)
- Jan–Okt 2025: rund 609.000 Übernachtungen, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum (ca. 510.000)
- Zuwachs gesamt: rund +19,5 % gegenüber Jan–Okt 2024
- Rekordmonat September: über 77.000 Übernachtungen, rund +20 % mehr als September 2024
- Verbandsgebiet: +9,3 % Jan–Sep 2025 (931.101 Übernachtungen, Vergleichszeitraum 2024: 851.546)
- Stärkster Monat August 2025: +24,4 % im gesamten Verbandsgebiet
- Zwickau: Jan–Sep 2025 +3,9 % (126.784 Übernachtungen; Vergleichszeitraum 2024: 121.955)
- Beispiele für Orte mit besonders starker Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat: Mai: Zwickau +20,3 %; August: Wechselburg +61,6 %, Limbach-Oberfrohna +138,2 %; September: Wechselburg +41 %, Hartenstein +31,9 %
- Verbandsgebiet: +0,4 % Jan–Sep 2025 (1.931.005 Übernachtungen, Vergleichszeitraum 2024: 1.925.089)
- Starke regionale Verflechtung: Viele Gäste aus dem Erzgebirge verbinden ihren Aufenthalt mit einem Besuch in Chemnitz oder verlängern ihren Urlaub von Chemnitz aus in die Region.
- Hohe Strahlkraft von Kulturhauptstadt & UNESCO-Welterbe: Die Verbindung beider Titel erhöht die Sichtbarkeit und Attraktivität der gesamten Destination.
- Neue Zielgruppen erreicht: Besonders junge Kreative und internationale Gäste wurden gezielt angesprochen.
- Neue touristische Angebote und PURPLE PATH als Leitmotiv: Konzeption und Durchführung der Tagestour „Kunst & Erz – Wo Kulturhauptstadt auf Welterbe trifft“ durch den Tourismusverband Erzgebirge
- Gäste aus Deutschland: +24,7 % (397.417 Übernachtungen)
- Europa ohne Deutschland: +17,7 % (42.571)
- Afrika: +33,3 % (384)
- Asien: +53,5 % (3.960)
- Amerika: -13,5 % (2.407)
- Australien/Neuseeland/Ozeanien: +108,5% (763)
- Ausländer ohne Angaben: -16,7 % (1.308)
- Gesamtausgaben in Chemnitz +21 %, deutlich stärker als in der Vergleichsgruppe Dresden, Leipzig, Halle, Erfurt und Weimar (+12 %)
- Freizeittourismus als Wachstumstreiber: +24 %, Geschäftsreisetourismus +2 %
- 90 % der Gäste stammen aus Deutschland, 58 % aus Sachsen, 29 % aus fünf weiteren Bundesländern
- Starkes internationales Wachstum u. a. aus Österreich (+58 %) und Bulgarien (+53 %)
- Herkunftsmärkte mit größter Relevanz: Großbritannien, Frankreich, Polen
- Höhere Wertschöpfung durch Geschäftsreisende: durchschnittlich 159 Euro pro Aufenthalt (Freizeit: durchschnittlich 87 Euro)
- Gäste von Hotellerie und Gastronomie mit deutlichen Ausgabenanstiegen im Mai/Juni
@2025 Mastercard. Alle Rechte vorbehalten. Basierend auf anonymisierten und aggregierten Daten von Mastercard, ergänzt durch Marktforschung, zur Verfügung gestellt, wie sie sind, vorbehaltlich des Haftungsausschlusses.
8. Verkehr und Mobilität
Das Kulturhauptstadtjahr hat im gesamten Verbundgebiet zu einer erhöhten Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr geführt. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) reagierte mit einem umfangreichen Zusatzangebot und verzeichnet ein außergewöhnlich starkes Fahrgastaufkommen.
- Rund 1,2 Millionen zusätzliche Fahrgäste im VMS-Gebiet im Jahr 2025
- 1.700 zusätzliche Busse und 950 zusätzliche Züge auf insgesamt zwölf Linien
- Zusätzliche IC-Verbindungen Berlin – Chemnitz an allen Wochenenden vom 1. Mai bis 5. Oktober sowie zum Finalwochenende
- Angebot des VMS-PragBus: seit Frühjahr zwei tägliche Fahrten Chemnitz – Marienberg – Prag
- Festwochenende „200 Jahre Eisenbahn in Europa“ mit 20.000 Besucher:innen
- Nachtzüge aus Stockholm an drei Wochenenden
- 55 Zusatzfahrten der Drahtseilbahn Augustusburg im Rahmen des Augustusburger Musiksommers
- Rund 3.200 verkaufte Kulturhauptstadttickets für etwa 10.000 Fahrgäste im Verbundgebiet
- Die CVAG verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2025 einen Fahrgastzuwachs von rund 7 Prozent. Das entspricht etwa 2 Millionen zusätzlichen Fahrgästen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024.
9. Internationale Delegationen
Chemnitz hat im Kulturhauptstadtjahr 2025 eine neue internationale Sichtbarkeit erreicht. Es kamen so viele internationale Gäste, Delegationen und diplomatische Besuche in die Stadt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Schon zur Eröffnung reisten Vertreter:innen aus ganz Europa an, darunter hochrangige Gäste aus Politik, Diplomatie und Kultur. Die enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und zahlreichen europäischen Städten machte Chemnitz zum Knotenpunkt der Familie der europäischen Kulturhauptstädte.
Auch für die Stadtverwaltung bedeutete 2025 ein außergewöhnliches Jahr: Mehr internationale Termine, mehr Protokollaufgaben, mehr diplomatische Besuche und ein gesteigerter Austausch mit Partnerstädten, Botschaften und Kulturinstitutionen weltweit.
- 180 protokollarische Veranstaltungen der Stadt Chemnitz, fast doppelt so viele wie in einem regulären Jahr.
- 17 Einträge ins Goldene Buch 2025, so viele wie noch nie seit Einführung 1899 (u. a. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Michael Kretschmer, EU-Kommissar Glenn Micallef, Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel).
- Besuch von Botschaftern u. a. aus Chile, Dänemark, Norwegen, Polen, Schweiz, Slowenien sowie dem US-Generalkonsulat.
- Deutlicher Anstieg der Partnerstädte-Delegationen: 20 offizielle Besuche (z. B. zur Eröffnung, Partnerstädtekonferenz, Ausstellung „Tales of Transformation“).
- 55 Delegationen mit rund 2.000 internationalen Fachgästen betreute die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH zusätzlich
- Große europäische Zusammenkünfte:
- ca. 170 Delegierte aus ehemaligen und zukünftigen Kulturhauptstädten zur Eröffnung
- 250 Gäste aus rund 60 Kulturhauptstädten zur 40-Jahre-ECOC-Konferenz
- 300 Gäste aus ca. 20 Ländern zur Europawoche
- Gemeinsame Präsentation mit Nova Gorica/Gorizia 2025 im Europäischen Parlament, inkl. Vorstellung des neuen ECOC-Whitepapers
- Ausbau des internationalen Netzwerks: Kontaktpflege zu 50 Botschaften, 20 Kulturinstituten (EUNIC), Goethe-Instituten und Konsulaten
10. Interventionsflächen
Mit den Interventionsflächen hat Chemnitz 2025 ein Stadtentwicklungsprojekt umgesetzt, das es in dieser Dimension bislang nicht gab. Über das gesamte Stadtgebiet hinweg wurden Brachen aufgewertet, unbeachtete Flächen reaktiviert und lang gehegte Wünsche in den Stadtteilen realisiert. Die Projekte reichen von Großvorhaben wie der Hartmannfabrik, der Stadtwirtschaft, dem Karl-Schmidt-Rottluff-Haus und dem Garagen-Campus bis hin zu kleineren Interventionen in den Stadt- und Ortsteilen wie dem Park Morgenleite oder dem neuen Wanderweg „Lohse-Uhlig-Steig“ in Kleinolbersdorf-Altenhain. Das Teilprogramm „Stadt am Fluss“ machte zudem die städtischen Gewässer wieder erlebbar – etwa durch den neuen Stadtteilpark am Pleißenbach, der als bleibendes Erbe der Kulturhauptstadt in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und entwickelt wird.
- 30 Interventionsflächen in allen Stadtteilen
- Gesamtvolumen 57,8 Mio. Euro (Stand 10. Juni 2025), finanziert aus 10 Mio. Euro KHS-Budget, 26 Mio. Euro Fachförderprogrammen und 21,8 Mio. Euro städtischen Eigenmitteln
- Vier „Orte des Aufbruchs“ als zentrale Großprojekte: Hartmannfabrik, Stadtwirtschaft, Karl-Schmidt-Rottluff-Haus und Garagen-Campus
- Zahlreiche kleinere Projekte in den Stadt- und Ortsteilen, u. a. Park Morgenleite, Lohse-Uhlig-Steig, neugeschaffene Treffpunkte und Spielorte
- Intensive Beteiligung der Stadtgesellschaft: Vereine, Initiativen und Anwohner:innen gestalteten Planung und Nutzung vieler Flächen aktiv mit
- Nachhaltiger Effekt: die Flächen werden auch nach 2025 weitergeführt oder ausgebaut
11. Finanzierung
Das Gesamt-Budget der Kulturhauptstadt hat sich im Zeitraum von 2021 bis 2027 von knapp 90 Millionen auf jetzt rund 115 Millionen Euro erhöht. Das hat verschiedene Gründe:
- Zum einen hat die Stadt Chemnitz ihren Eigenanteil von ursprünglich knapp 22 Millionen Euro auf rund 33 Millionen Euro erhöht. Mit diesen 11 Millionen Euro ist es gelungen, zusätzlich 32 Millionen Euro als Fördermittel von der EU, Bund und Land einzuwerben.
- Auch hat der Freistaat hat seinen Anteil von 20 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro erhöht.
- Von den rund 115 Millionen Euro für die Kulturhauptstadt kommen rund 82 Millionen Euro von außerhalb der Stadt Chemnitz, das sind rund 70 Prozent der gesamten Mittel.
- Die Aufteilung der Gesamtsumme in Höhe von 115 Millionen Euro stellt sich wie folgt dar:
- Auf die langfristig und nachhaltig angelegten Interventionsflächen in der Stadt entfallen knapp 57 Millionen Euro.
- Für operative Ausgaben der Kulturhauptstadt in den Jahren 2021 bis 2026 (inkl. Theater der Welt) entfallen rund 58 Millionen Euro.
12. Medienresonanz
Die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 erzielte eine hohe mediale Sichtbarkeit im In- und Ausland:
- 23.000 Presseerwähnungen mit einer aggregierten Reichweite von rund 36 Milliarden
- Über 300 nationale und internationale Journalist:innen aus 20 Ländern besuchten seit 2024 Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion
- Rund 1.700 Medienbeiträge deutschlandweit und über 200 internationale Beiträge
- 86 Millionen Aufrufe auf den Social-Media-Kanälen von Chemnitz 2025
13. Fazit/Ausblick
Das Europäische Kulturhauptstadtjahr hat Chemnitz messbar verändert: steigende Besucherzahlen, internationale Aufmerksamkeit und ein neues Selbstbewusstsein prägen die Bilanz. Der gemeinsame Weg von Stadtgesellschaft, Kulturregion und europäischen Partnern hat gezeigt, welches Potenzial in Chemnitz steckt.
Mit dem Brückenjahr 2026 und der langfristigen Legacy ab 2027 beginnt nun die nächste Phase. Im Laufe des Jahres 2026 wird die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH in eine Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf die Legacy überführt.
Chemnitz setzt darauf, das Kulturhauptstadt-Gefühl lebendig zu halten, erfolgreiche Formate zu verstetigen und neue Initiativen anzustoßen. Projekte wie Theater der Welt, der PURPLE PATH, die Open Calls und die avisierte UNSEEN-Biennale bilden das Fundament für die Zukunft. So wächst aus 2025 Schritt für Schritt ein langfristiger Kultur- und Entwicklungsimpuls für Stadt und Region.
mehrZitate
Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz:
„Was als Vision begonnen hat, ist 2025 zu einer Bewegung geworden, die Chemnitz und unsere Region nachhaltig verändert hat. Kulturhauptstadt sind wir nur gemeinsam geworden: als Stadtgesellschaft, als Kulturregion und als Teil Europas. Wir waren Gastgeber für Menschen aus ganz Europa und haben gezeigt, wie offen und kreativ Chemnitz ist. In diesem Jahr ist ein neues Wir-Gefühl entstanden, denn viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer haben gespürt, dass ihre Stadt mehr ist, als man ihr oft nachgesagt hat – und das hat ihren Blick verändert. Viele haben das echte Chemnitz kennengelernt, eine Stadt, die überrascht und verbindet. Mit dem offiziellen Ende des Kulturhauptstadtjahres beginnt deshalb etwas Neues. Wir bleiben Kulturstadt, wir bleiben Teil der europäischen Gemeinschaft und diese Energie nehmen wir mit in die Zukunft.“
Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer:
„Mit einer überragenden Vielfalt an Projekten haben unter anderem mehr als tausend Freiwillige Chemnitz als Europas Kulturhauptstadt 2025 zum Leuchten gebracht. Daraus entstanden ist ein riesiger Erfahrungsschatz bei der Umsetzung von kulturellen Großprojekten. Zum Abschluss dieses besonderen Titeljahres erleben wir eine kreative Aufbruchstimmung in Chemnitz, die weit über Sachsen und über Deutschland hinausgeht – und auch weit über 2025 hinauswirkt. Dabei bleibt der Bund dieser kulturellen Leuchtstadt als Freund und Förderer weiterhin verbunden.“
Andrea Pier Kaufmännische Geschäftsführerin der Chemnitz 2025 gGmbH:
„Das Kulturhauptstadtjahr hat eine Begeisterung entfacht, die angesteckt hat. Für mich war es ein besonderer Moment, als es endlich losging und spürbar wurde, dass etwas Großes beginnt. Dieses Gefühl hatte ich nicht allein, es war in der ganzen Stadt zu merken. Möglich wurde all das durch den verlässlichen Rückhalt aus der Wirtschaft und vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, durch Partner, die gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Chemnitz 2025 hat gezeigt, was man gemeinsam schaffen kann, wenn man Kräfte bündelt, und wie sehr Kultur verbindet.“
Stefan Schmidtke, Programmgeschäftsführer der Chemnitz 2025 gGmbH:
„Die Menschen in Chemnitz und der Kulturhauptstadtregion sind über sich hinausgewachsen in diesem Jahr. Sie haben Chemnitz 2025 zu ihrem Projekt gemacht und das ist ihnen grandios gelungen. Aus der aktiven Beteiligung so vieler Menschen, ist eine enorme gestalterische Kraft entstanden, das hat mich sehr beeindruckt. Ich bin überzeugt, dass die Menschen hier dieses neue Selbstverständnis mit in die Zukunft nehmen und der Kulturhauptstadteffekt gerade erst beginnt seine Wirkung zu entfalten.“
Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus:
„Für das Kulturland Sachsen, die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz und die 38 Kommunen der Kulturhauptstadtregion geht ein einmaliges Jahr zu Ende. Unzählige engagierte Akteurinnen und Akteure haben ein einzigartiges Programm auf die Beine gestellt, dass viele Besucherinnen und Besucher aus Chemnitz selbst, aus der Region, aus Sachsen und ganz Deutschland sowie aus Europa angezogen und überrascht hat. Die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 hat die erhoffte große Aufmerksamkeit erhalten, die Besucher- und Übernachtungszahlen sind deutlich gestiegen und das zivilgesellschaftliche Engagement rund um die Kulturhauptstadt zeigt sich in der enormen Beteiligung am Freiwilligenprogramm. Ich danke allen, die sich mit Herzblut für alles, was wir in diesem Jahr erleben durften, eingesetzt haben. Ihr Engagement, ihre Kreativität und ihre Begeisterung machen all diese Erfolge möglich. Gemeinsam erhalten wir den Geist der Kulturhauptstadt weiter – offen, kreativ, gastfreundlich, innovativ und voller Begegnungen.“
Alexander Troll, Bürgermeister der Bergstadt Lößnitz im Erzgebirge:
„Das Kulturhauptstadtjahr 2025 war für Lößnitz ein voller Erfolg. Die zahlreichen, meist positiv überraschten und begeisterten Besucher – Gäste, Mitgestaltende, Journalisten, Künstler, Kulturschaffende – aus allen Teilen Deutschlands, Europas und fernen Ländern der Welt haben auch unseren eigenen Blick noch einmal geändert und geschärft – für den Wert der vielen Dinge, die gemeinsam in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen worden sind, aber auch für das große Potential, welche unsere Stadt gemeinsam mit der Region und Chemnitz für die Zukunft bietet. Dieses Potential liegt vor allem in den Menschen selbst, die mit einer positiven Einstellung und dem Wunsch aktiv mitzumachen, viele tolle Veranstaltungen, Begegnungen und Erlebnisse kreiert haben – auf der Grundlage einer seit der politischen Wende konsequent umgesetzten Idee der Stadtentwicklung sowie der in diesem Rahmen aufgebauten Strukturen.“
Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin
Das Motto der Europäischen Kulturhauptstadt „C the Unseen“ hätte treffender nicht sein können. Hunderttausende Besucherinnen und Besucher aus der Region, Deutschland, Europa und aller Welt haben in diesem Jahr in Chemnitz und in der Region bisher Ungesehenes und Unerwartetes entdeckt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die an dem herausragenden vielfältigen Programm mitgewirkt und gezeigt haben, wie viel Europa in Chemnitz und der Region steckt. Besonders danke ich den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die Kulturhauptstädte Europas sind gelebte Demokratie. Chemnitz hat gezeigt, was künstlerische und kulturelle Freiheit für unsere Demokratien bedeutet. Ich freue mich, dass das große europäische Engagement im kommenden Jahr in Chemnitz weitergeführt wird – mit kulturellen Events, aber auch mit der Eröffnung des EUROPE DIRECT Zentrums am 1. Januar 2026. Kultur ist der Kern unserer europäischen Identität. Sie verdient unsere Aufmerksamkeit und unser politisches Engagement.