Hydrogen Innovation Center
Das Hydrogen Innovation Center (HIC) in Chemnitz ist ein Standort des nationalen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff (ITZ H2). Als Entwicklungs- und Innovationsplattform unterstützt das HIC Unternehmen dabei, Wasserstofftechnologien schneller in industrielle Anwendungen und marktfähige Lösungen zu überführen.
Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und Ausbildung. Dafür entsteht am Technologie Campus Chemnitz eine moderne Entwicklungs- und Testumgebung mit Laboren, Prüfständen und Werkstätten entlang der wasserstoffbasierten Wertschöpfungskette.
Besonders kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups erhalten Zugang zu spezialisierter Infrastruktur, technischem Know-how und einem starken Partnernetzwerk. Gleichzeitig leistet das HIC einen Beitrag zur Entwicklung zukünftiger Standards und Regelwerke für Wasserstofftechnologien in Deutschland und Europa.
Visualisierungen - Stand: I/2026
Bereits heute unterstützt das HIC Unternehmen aus ganz Deutschland mit Engineering- und Entwicklungsdienstleistungen im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien. Der Fokus liegt auf der anwendungsnahen Entwicklung, Erprobung und Bewertung neuer Technologien und Systeme.
Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem:
- Entwicklung von Brennstoffzellen-, Elektrolyseur- und Wasserstoffsystemen
- Technische Bewertungen sowie Machbarkeits- und Marktanalysen
- Simulation von Komponenten und Baugruppen
- Entwicklung von Prüfverfahren und Validierungskonzepten
- Unterstützung bei Testing, Spezifikation und Standardisierung
- Studien, Recherchen und Wissenstransfer
Das Hydrogen Innovation Center wurde maßgeblich durch das Wasserstofftechnologiecluster HZwo e. V. initiiert und gemeinsam mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie regionalen und überregionalen Partnern entwickelt. Grundlage hierfür waren konkrete Bedarfe aus Industrie und Mittelstand entlang der wasserstoffbasierten Wertschöpfungskette.
Der Wasserstofftechnologiecluster HZwo e. V. koordiniert ein Netzwerk aus mehr als 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt Wasserstofftechnologien. Im HIC arbeiten Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbauer, Fahrzeughersteller, Forschungsinstitutionen und technologieorientierte Unternehmen gemeinsam an neuen Lösungen für wasserstoffbasierte Anwendungen.
Durch die enge Vernetzung entstehen direkte Schnittstellen zwischen Forschung, Entwicklung und industrieller Anwendung. Als Teil des ITZ H2 ist das HIC zudem in ein bundesweites Netzwerk zur Entwicklung zukünftiger Wasserstofftechnologien und Standards eingebunden.
Mit dem Hydrogen Innovation Center entsteht am Technologie Campus Chemnitz eine leistungsfähige Entwicklungs- und Innovationsumgebung für wasserstoffbasierte Technologien. Der Standort verbindet Forschung, industrielle Anwendung und Qualifizierung und schafft damit wichtige Voraussetzungen für den Transformationsprozess in Industrie und Mobilität.
Die direkte Einbindung in das Umfeld von Technischer Universität Chemnitz, Fraunhofer ENAS und IWU sowie dem Wasserstofftechnologiecluster HZwo e. V. stärkt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und anwendungsnaher Entwicklung. Gleichzeitig trägt das HIC dazu bei, neue Wertschöpfungspotenziale für die Region zu erschließen und die Sichtbarkeit des Technologie- und Forschungsstandortes Chemnitz im Bereich Wasserstofftechnologien weiter auszubauen.
Mit dem Hydrogen Innovation Center entsteht am Technologie Campus Chemnitz eine moderne Forschungs-, Entwicklungs- und Testinfrastruktur für Wasserstofftechnologien. Das HIC vereint Büro-, Labor- und Werkstattflächen sowie Test- und Freianlagen und schafft damit flexible Rahmenbedingungen für Entwicklung, Erprobung und Zusammenarbeit.
Proving Ground
Flexibel nutzbare Test- und Freiflächen ermöglichen den Aufbau containerbasierter Anlagen und Prüfstände. Ergänzt wird dies durch eine leistungsfähige Medien- und Energieinfrastruktur für Wasserstoff, Stickstoff, Kühlung und weitere technische Medien.
Office & Zusammenarbeit
Mietbare Büro-, Seminar- und Tagungsräume schaffen Raum für Projektarbeit, Austausch und Veranstaltungen. Kommunikations- und Begegnungsbereiche ergänzen die Infrastruktur.
Labore & Werkstätten
Moderne Prüfstände, Werkstätten und spezialisierte Labore unterstützen die Entwicklung, Validierung und Skalierung neuer Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien unter praxisnahen Bedingungen.
Meldungen zum Thema:
BDWR: Wasserstoff muss in der Fläche gefördert werden
(Dezember 2024) Die Stadt Chemnitz sowie die südwestsächsischen Landkreise (Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, LK Mittelsachsen und LK Zwickau) haben sich beigefügten Positionspapier des BDWR (Bund der Wasserstoffregionen) angeschlossen. Die Stadt Chemnitz ist seit der Gründung Mitglied im BDWR.
Aus Sicht der Stadt Chemnitz kann Wasserstoff als Speichermedium für erneuerbare Energien derzeit für eine Versorgung - gerade in unserer vom Mittelstand geprägten Region - als Option nicht ausgeschlossen werden.
Es besteht die Gefahr, dass es für Regionen, ohne diese Option, bei der Transformation ein Standortnachteil darstellen dürfte. Die Akteure unserer Region haben die Notwendigkeit erkannt und setzen sich mit dem Papier für einen Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen - in denen ca. 52 Prozent aller in Deutschland Beschäftigten angestellt sind - zu einer Wasserstoffinfrastruktur ein.
Bund und Freistaat Sachsen besiegeln den Aufbau des Nationalen Wasserstoffzentrums in Chemnitz - Investitionen in Höhe von 87,5 Millionen Euro geplant
(29. August 2024) Die Signale für den Aufbau des nationalen Wasserstoffzentrums im Chemnitzer Technopark stehen auf „grün“. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und das sächsische Wirtschaftsministerium (SMWA) haben die dafür erforderliche Verwaltungsvereinbarung heute in Chemnitz unterzeichnet. Der Bund unterstützt das Vorhaben „Hydrogen Innovation Center“ (HIC) mit 72,5 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen kofinanziert die Aufbauphase des HIC bis 2028 mit rund 15 Millionen Euro.
Das HIC in Chemnitz ist der Standort Chemnitz des nationalen Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoff (ITZ), der sich bereits im Jahr 2021 im Bundeswettbewerb des BMDV erfolgreich durchgesetzt hat. Entwickelt wurde das HIC vom nationalen Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e.V., welcher die Kompetenzen von bundesweit 150 Unternehmen und Forschungseinrichtungen vereint. Der Aufbau des HIC soll über das im Jahr 2024 gegründete Tochterunternehmen HIC gGmbH erfolgen.
Bedeutung für Sachsen, Deutschland und Europa
Mit dem Bau des Hydrogen Innovation Centers (HIC) wird in der Region eine europaweit einzigartige Entwicklungs- und Testumgebung für die Wasserstofftechnologien errichtet, die unter dem Dach des HZwo e.V. die Kompetenzen der Region und aus dem Cluster heraus vereint. So entsteht in Chemnitz das modernste Wasserstoffzentrum mit Test- und Prüfständen, Wasserstoff-Ausbildungslaboren und Werkstätten, ein Startup-Zentrum sowie Labore für Industriekunden, die auf Wasserstoff setzen. Kleine und mittelständische Unternehmen, Automobilzulieferer und Industrieunternehmen sollen damit im HIC die Möglichkeit erhalten, ihre Innovationen zu testen, zu zertifizieren, Mitarbeiter zu qualifizieren und neue Standards für den Weltmarkt zu entwickeln. Zudem bietet die Einrichtung Startups aus dem Bereich Wasserstofftechnologien attraktive Ansiedlungsbedingungen und fördert so die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region. Darüber hinaus stärkt die Nähe zum Forschungs- und Universitätscampus mit der TU Chemnitz und den Fraunhofer-Instituten IWU und ENAS die regionale Innovationskraft nachhaltig, wodurch Chemnitz seine Vorreiterrolle als Standort für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Europa weiter ausbaut.
Nächste Schritte
In den kommenden Wochen steht die zeitnahe Bewilligung der erforderlichen Mittel durch das Bundesverkehrsministerium im Fokus, um den offiziellen Projektbeginn einleiten zu können. Im Folgenden wird der Abschluss der Bauplanung sowie die Einholung der Baugenehmigung angestrebt, sodass schnellstmöglich die Grundsteinlegung erfolgen kann. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Im weiteren Verlauf liegt der Schwerpunkt darauf, die verbleibenden Baumaßnahmen reibungslos abzuschließen, um einen Projektabschluss im Jahr 2029 realisieren zu können. „Die Zeit drängt“, mahnt Karl Lötsch und ergänzt „Der Wettbewerb um Wasserstofftechnologien ist in vollem Gange. Weltweit entwickeln sich dafür neue Märkte. Vor allem wasserstoffbasierte Antriebssysteme erhalten im Zuge der Transformation des Verkehrssektors eine neue, strategische Bedeutung. Das Hydrogen Innovation Center als Teil des ITZ wird sich auf die Entwicklung dieser Zukunftstechnologien konzentrieren“, sagt Karl Lötsch.
Der ITZ-Standort Chemnitz wird darüber hinaus insbesondere die stark vom Strukturwandel betroffenen klein- und mittelständischen Zulieferer unterstützen, Produkte für wasserstoffbasierte Mobilitätslösungen zu entwickeln, Fachkräfte weiterzubilden sowie die Sichtbarkeit des Freistaats bei internationalen Ansiedlungen zu erhöhen.
Wasserstoffzentrum bekommt deutlich höhere Förderung
(20. Mai 2022) Das geplante Chemnitzer Wasserstoffzentrum erhält in diesem Jahr zusätzlich 12,5 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern eine deutliche Erhöhung an Bundesmitteln für das geplante Projekt verabschiedet.
Oberbürgermeister Sven Schulze: „Das ist eine sehr gute Nachricht für den Wirtschafts- und Technologiestandort Chemnitz. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere unseren Mitgliedern des Bundestages. Gemeinsam werden wir uns für weitere Zukunftsinvestitionen in und für unsere Stadt einsetzen.“
Bei der Fördermittelvergabe im vergangenen Jahr wurden für das nationale Wasserstoffzentrum in Chemnitz 60 Millionen Euro zugesprochen. Beantragt waren 95 Millionen Euro.
60 Millionen für die Wasserstoff-Forschung in Chemnitz - Netzwerk HZwo erhält deutliche Unterstützung für das Projekt Wasserstoffzentrum
(2. September 2021) Chemnitz wird Teil des bundesweiten Wasserstoffzentrums. Das gaben am 2. September 2021 Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Sächsische Staatsregierung bekannt.
Danach erhält das Netzwerk HZwo, das an der Chemnitzer TU angesiedelt ist, einen Förderbetrag von 60 Millionen Euro. Neben Duisburg (Nordrhein-Westfalen) und Pfeffenhausen (Bayern) wird damit die zukünftige Forschung zum Thema Wasserstoff auch in Chemnitz angesiedelt sein.
Oberbürgermeister Sven Schulze: „Die Entscheidung für den Standort Chemnitz ist eine hervorragende und zukunftsträchtige. Mit dem Zuschlag unterstützt der Bund mein Bestreben, die Modernisierung von Lehre, Forschung und Industrie in der Stadt voranzutreiben. Für die Chemnitzer Forscher und das Netzwerk bedeutet dieser Zuschlag eine Auszeichnung für ihre bisher schon hervorragende Arbeit, zu der ich recht herzlich gratuliere. Ich werde weiterhin alles dafür tun, den Standort Chemnitz weiter zu entwickeln und als Ort der Zukunftstechnologie voranzubringen. Die heutige Entscheidung ist eine sehr gute Nachricht für Chemnitz.“
Mehr erfahren
Hintergrund
Konzept schlägt Brücke zwischen Forschung und Wertschöpfung
Das HIC – Hydrogen and Mobility Innovation Center bringt ein Bündnis aus 25 Partnern aus Wirtschaft, Spitzenforschung, Politik, Verbänden und Ausbildung unter der Koordination des sächsischen Innovationsclusters “HZwo – Antrieb für Sachsen” an einem der wachstumsstärksten Standorte Deutschlands zusammen.
Gemeinsam bewirbt sich das Bündnis beim Standortwettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für das deutsche Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff. Es soll dazu beitragen, die Wasserstoffwirtschaft „Made in Germany“ international konkurrenzfähig zu machen.
HZwo - Sächsischer Innovationscluster für Brennstoffzellen und Wasserstoff
Im Projekt “Innovationscluster HZwo – Antrieb für Sachsen” agieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und der Wirtschaft zu optimieren und die Innovationskraft der Firmen zu erhöhen.