Standortvergleich für das Schauspiel
Öffentliche Informationsveranstaltungen am 26. und 27. Februar
(26.02.2026) Heute Abend haben Bürgermeistern Dagmar Ruscheinsky, Bürgermeister Thomas Kütter und Dr. Christoph Dittrich, Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz, in einer öffentlichen Informationsveranstaltung die aktuellen Planungsstände und die Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Schauspielstandorts vorgestellt.
Ziel war, über den bisherigen Prozess, die damit verbundenen Herausforderungen sowie die Chancen und Risiken möglicher Standorte transparent zu informieren und das weitere Vorgehen darzustellen.
Die Stadt Chemnitz hatte zunächst einen Beschlussvorschlag zur Standortentscheidung erarbeitet. Dabei wurden sowohl das Schauspielhaus an der Zieschestraße mit Erweiterungsbau, die Potenzialflächen am Spinnbau, der heutigen Interimsspielstätte für Schauspiel und Figurentheater der Theater Chemnitz, sowie weitere Optionen einbezogen. Die Fraktionen des Stadtrates und der Aufsichtsrat forderten eine vertiefte vergleichende Betrachtung der Standorte Zieschestraße und Spinnbau als Entscheidungsgrundlage.
Externe Fachberater des international renommierten Büros Drees & Sommer wurden eingebunden, um einen umfassenden Vergleich zu erstellen und damit neben Standort- und Gebäudequalitäten auch objektive wirtschaftliche Parameter zu berücksichtigen. Das Büro Drees & Sommer prüfte außerdem die von der Stadt Chemnitz erarbeiteten Grobkostenermittlungen, plausibilisierte und vertiefte diese.
Die Ergebnisse zeigen folgende Investitionskosten: Eine Sanierung des Schauspielhauses am alten Standort einschließlich eines Erweiterungsbaus für das Figurentheater und Studiobühne würden Kosten in Höhe von ca. 69 Mio. Euro (brutto) verursachen.
Der Neubau eines Schauspielhauses am Theaterquartier Spinnbau inklusive Nutzung des bereits vorhandenen Figurentheaters und der Studiobühne würde Kosten in Höhe von ca. 56 Mio. Euro (brutto) verursachen.
Die Kostenentwicklung zur Sanierung des Schauspielhauses am alten Standort, die 2024 mit ursprünglich 34,2 Mio Euro (brutto) geschätzt wurde, ergab sich aus der Entwicklung der Baukosten (Baupreisindex), der Berücksichtigung des Risikopotentials bei einer Bestandssanierung und der Erweiterung für das Figurentheater und der Studiobühne.
Die Frage nach einem zukunftsfähigen Standort für das Chemnitzer Schauspiel ist seit mehreren Jahren ein zentrales Thema für die Stadt Chemnitz. Viele Chemnitzer:innen verbinden persönliche Erlebnisse mit dem Haus am Standort Zieschestraße. Diese Tradition und Qualität gilt es zu bewahren und in die Zukunft mitzunehmen.
Am Freitag, dem 27. Februar, 17 Uhr werden die Informationen ebenfalls in einer öffentlichen Informationsveranstaltung inhaltsgleich präsentiert und diskutiert. Die Veranstaltung ist ausgebucht.