Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Sven Schulze hat am 13. Januar zum Neujahrsempfang 2026 in den Garagen-Campus eingeladen. Gemeinsam mit rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gab er einen Ausblick auf das neue Jahr und blickte auf das vergangene zurück, das für Chemnitz vor allem von der Kulturhauptstadt Europas geprägt war.

In seiner Rede erinnerte er an das für Chemnitz bedeutende Kulturhauptstadtjahr 2025: »Es war ein einziger großer, gemeinsamer Moment. Einer, der gezeigt hat, wie viel Mut, Kreativität und Zusammenhalt in dieser Stadt und in der Region stecken – wenn wir uns nur trauen, ihn sichtbar zu machen. Dieses ›Wir gestalten unsere Stadt selber und warten nicht darauf, dass uns jemand sagt, was wir machen sollen‹ – das ist vielleicht das wertvollste Vermächtnis von 2025.« Im anstehenden Jahr, das für Chemnitz ein Brückenjahr sein wird, gelte es nun, das Erreichte zu sichern und Strukturen zu verstetigen. 

Zu Beginn des neuen Jahres nannte Oberbürgermeister Sven Schulze als großes Bauprojekt den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells im Stadtzentrum und betonte die Bedeutung der Infrastrukturmittel des Bundes, mit denen über einen Zeitraum von zwölf Jahren der Stadt Chemnitz jährlich rund 8,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden. Weitere rund fünf Millionen Euro gibt es über Förderprogramme für Straßen, Brücken und Schulbau. Der Stadtrat wird im ersten Halbjahr darüber entscheiden, wofür die Gelder in den ersten vier Jahren verwendet werden. 

Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2027 und 2028 mahnte Oberbürgermeister Sven Schulze darüber hinaus zu Ehrlichkeit und verantwortungsvoller Kommunalpolitik sowie einem respektvollen Umgang in den Debatten.


Andrea Pier und Stefan Schmidtke tragen sich ins Goldene Buch der Stadt Chemnitz ein

Foto: Kristin Schmidt

Andrea Pier, kaufmännische Geschäftsführerin der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH, und Stefan Schmidtke, Programmgeschäftsführer der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH, ins Goldene Buch der Stadt Chemnitz eingetragen.

Die Stadt würdigt damit ihre vielfältigen Verdienste um die souveräne Durchführung des Kulturhauptstadtjahres. Mit schätzungsweise mehr als zwei Millionen Besucher:innen, Teilnehmer:innen und Gästen – vollen Häusern, internationaler Aufmerksamkeit, einer weltoffenen Atmosphäre und überaus positivem Feedback war Chemnitz 2025 ein großer Erfolg für die Stadt.

Foto: Kristin Schmidt

Andrea Pier und Stefan Schmidtke begleiten in diesem Jahr die Umwandlung der gGmbH in eine Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf die Legacy – das Erbe – und die langfristigen Wirkungen der Kulturhauptstadt in Chemnitz. Zudem verantworten sie gemeinsam mit dem Theater Chemnitz das Internationale Festival „Theater der Welt“ im Juni.


Ehrentaler für herausragende Persönlichkeiten

Oberbürgermeister Sven Schulze würdigt bürgerschaftliches Engagement

Oberbürgermeister Sven Schulze mit den diesjährigen Preisträgern. Foto: Foto Kristin Schmidt

Oberbürgermeister Sven Schulze hat in der Veranstaltung den Chemnitzer Ehrentaler an fünf Persönlichkeiten sowie eine Gruppe verliehen. Diese Menschen zeichnen sich durch ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Rettungsdienst, im Zuge der Kulturhauptstadt, in der inklusiven Sportförderung, in der Jugendarbeit und für den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt aus.

Der Chemnitzer Ehrentaler wurde zum dritten Mal verliehen. Oberbürgermeister Sven Schulze: „Der Ehrentaler geht an Menschen, die sich mit Energie und Leidenschaft für unsere Stadt und die Chemnitzerinnen und Chemnitzer einsetzen und damit weit mehr leisten, als man erwarten kann. Sie sind es, die Chemnitz zusammenhalten. Sie geben unserer Stadt Gesicht, Haltung und Wärme. Sie sind das Fundament einer starken Stadtgesellschaft.“

Foto: Kristin Schmidt

Kerstin Stopp erhielt den Ehrentaler für ihr Engagement im Bereich der inklusiven Sportförderung. Im Verein zur Förderung von Integration durch Sport trägt sie dazu bei, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag begegnen und sorgt für mehr gegenseitige Akzeptanz. Ihr Engagement leistet einen wertvollen Beitrag für ein sportliches Miteinander sowie Chancengleichheit im Sport. Bereits 1978 organisierte sie Freizeitaktivitäten für Kinder mit geistiger Behinderung. Mitte der 1990er Jahre initiierte sie das Chemnitzer »Spiel-SportFest der Geistig- und Mehrfachbehinderten« und 2001 gründete sie den Verein zur Förderung von Integration durch Sport.

Foto: Kristin Schmidt

Die Stadt Chemnitz ehrt mit dem Chemnitzer Ehrentaler Daniel Dost für sein Engagement im Buntmacher*innen e. V. Als Gründer dieser zivilgesellschaftlichen Initiative setzt er Beteiligungsformate wie die Lichterwege oder »Das demokratische Chemnitz liest!« um und stärkt damit das Demokratieverständnis in unserer Stadt. Mit seiner Arbeit trägt er dazu bei, das Gedenken an die jüdische Geschichte lebendig zu halten und sie kommenden Generationen zugänglich zu machen. Die Buntmacher*innen veranstalten zahlreiche Angebote zur Stärkung der demokratischen Alltagskultur, pflegen engen Kontakt zu Nachfahren jüdischer Familien und bauen damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Foto: Kristin Schmidt

Felix Birkner wurde für sein ehrenamtliches Engagement bei der Wasserrettungsgruppe Chemnitz ausgezeichnet. Mit seiner langjährigen rettungs- sowie sanitätsdienstlichen Expertise sicherte er zahlreiche Veranstaltungen ab. Damit trug und trägt er maßgeblich zur Sicherheit der Teilnehmenden bei. Sein Engagement zeigt Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und gelebte Solidarität – Werte, die unsere Gesellschaft stärken. Seit 2014 leitet er die Einheit. Die Wasserrettungsgruppe war mit ihrer Expertise in der sanitätsdienstlichen Absicherung zu zahlreichen Festen eingesetzt, zuletzt bei fast allen Veranstaltungen im Kulturhauptstadtjahr wie dem Opening und dem Kosmos-Festival.

Foto: Kristin Schmidt

Für seine ehrenamtliche Friedensarbeit mit der Bürgerinitiative Aktion C hat Gerald Richter (2. von links) einen Ehrentaler erhalten. Er leistet mit dem Projekt Friedensbanner einen großen Beitrag für eine friedvolle Stadtgesellschaft, fördert eine lebendige Friedenskultur und bindet dabei aktiv junge Menschen ein. 2011 legten Neonazis am Gedenktag an die Bombardierung 1945 die Chemnitzer Innenstadt für Stunden lahm. Gerald Richter sowie seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter nahmen dies zum Anlass, die Aktion C als Aktionsgruppe gegen rechte Gewalt zu gründen. Die Bürgerinitiative setzt sich seitdem mit Projekten für Demokratie und Zivilcourage ein.

Die Volunteers der Kulturhauptstadt 2025 haben für ihren Einsatz im Kulturhauptstadtjahr einen Ehrentaler erhalten. Durch ihre Bereitschaft und Zuverlässigkeit haben sie maßgeblich zum reibungslosen Ablauf und zur erfolgreichen Durchführung der Events in dem für die Stadt besonderen Jahr 2025 beigetragen. Sie zeigen damit, wie wichtig Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und gelebte Solidarität für das Miteinander sind. Knapp 1.200 Freiwillige engagierten sich im Jahr 2025 und gestalteten das Kulturhauptstadtjahr so aktiv mit. Sie waren in der Organisation, Gästebetreuung und Logistik eingesetzt.

Feline Weltz arbeitet unermüdlich für die Belange junger Menschen in Chemnitz. Als langjähriges Mitglied im Chemnitzer Jugendforum setzt sie sich mit viel Eigeninitiative für das gesellschaftliche Miteinander ein und fördert dabei wichtige Beteiligungsprozesse. Seit rund vier Jahren ist sie aktives Mitglied im Chemnitzer Jugendforum und vertritt die Interessen mit Nachdruck und fördert Beteiligungsprozesse. Feline Weltz ist 19 Jahre alt und hat im Sommer 2022 eine Aktion ins Leben gerufen, die geflüchteten Kindern und Jugendlichen Sportartikel und Schulsachen spendete.