EU-Projekte

ECOC Echo
Foto: Interreg Europe

Fakten zum Projekt:

  • Fördertopf: Interreg Europe
  • Förderumfang des Projekts: 2.268.394 €
  • Projektlaufzeit: 1. Mai 2025 bis 31. Juli 2029

Das Projekt vereint neun Kulturhauptstädte Europas (ECoCs) aus:

  • Leeuwarden 2018 (Niederlande)
  • Novi Sad 2022 (Serbien)
  • Veszprém 2023 (Ungarn)
  • Tartu 2024 (Estland)
  • Chemnitz 2025 (Deutschland)
  • Oulu 2026 (Finnland)
  • Liepāja 2027 (Lettland)
  • Évora 2027 (Portugal)
  • Bourges 2028 (Frankreich)

Neun europäische Länder haben gemeinsam über EU-Programm Interreg Europe ein kofinanziertes Projekt ECoC Echo gestartet, um die positiven Effekte der Europäischen Kulturhauptstädte langfristig zu sichern. Ziel ist es, die Dynamik, die während des Kulturhauptstadtjahres im Bereich Kultur, Stadtentwicklung und in der internationalen Zusammenarbeit entsteht, über das Titeljahr hinaus zu erhalten und weiter auszubauen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Austausch von Erfahrungen: Die beteiligten Städte und Regionen lernen voneinander, wie sie die im Kulturhauptstadtjahr gewonnenen Impulse nachhaltig nutzen und ihre lokalen Akteurinnen und Akteure stärken können.

Ein konkretes Ergebnis des Projekts sind neue bzw. weiterentwickelte Strategien in allen teilnehmenden Ländern bis 2028. Diese sollen dabei helfen,

  • das Erbe der Kulturhauptstadt dauerhaft vor Ort zu verankern,
  • die regionale Entwicklung zu fördern und
  • die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Region langfristig zu verbessern.

Dazu finden regelmäßig Workshops statt, in denen Projektpartner ihr Wissen teilen und lokale Stakeholder aktiv einbinden.

Das Projekt bezieht neben den Kulturhauptstädten auch wichtige Akteure auf lokaler und regionaler Ebene ein, die eine zentrale Rolle in den Europäischen Kulturhauptstädten spielen.

Die Projektergebnisse werden Ende 2028 in Bourges (Frankreich) im Rahmen der Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres präsentiert.

Präsentation Projektübersicht

Die Feuerwehr der Stadt Chemnitz führt seit 2024 einen durch EU-Mittel geförderten internationalen Austausch durch. In der ersten Projektphase (2024–2025) arbeitete Chemnitz eng mit der Feuerwehr aus Nova Gorica zusammen, um sich gezielt auf das Tiejahr als Europäische Kulturhauptstadt 2025 vorzubereiten.

Im Fokus standen dabei die Sicherheit bei Großveranstaltungen sowie gemeinsame Katastrophenschutzübungen. Darüber hinaus wurden Einsatzkonzepte abgestimmt und Erfahrungen im Umgang mit lokalen Herausforderungen, etwa im Bereich Klima und Resilienz, ausgetauscht.

Im Jahr 2026 wird das Projekt in einer zweiten Phase fortgeführt und erweitert: Mit Budweis (Europäische Kulturhauptstadt 2028) kommt ein dritter Partner hinzu. Gleichzeitig werden die Themen weiterentwickelt. Schwerpunkte sind nun:

  • Klimaanpassung im Einsatz, insbesondere bei Extremwetterereignissen
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz
  • Auswertung des Kulturhauptstadtjahres 2025, vor allem im Hinblick auf Sicherheitskonzepte und Zusammenarbeit

Die Finanzierung des Folgeprojekts ist erneut über das EU-Programm City2City Exchange geplant.

Langfristig werden die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Diese sollen auch anderen Städten, insbesondere zukünftigen Europäischen Kulturhauptstädten, zugutekommen. So bleibt Chemnitz über das Jahr 2025 hinaus ein aktiver Partner im europäischen Netzwerk

Fakten zum Projekt:

  • Fördertopf: 
    City-to-City Exchange  
  • Förderprogramm: 
    European Urban Initative (Capacity Building)
  • Förderumfang des Projekts: 
    8.428,00 €
  • Projektlaufzeit: 
    Phase 1 - 01. Juli 2024 - 30.07.2025
    Phase 2 beginnt ab Juni 2026

 


EUROPE DIRECT Informationszentrum

Foto: Dirk Dobiéy

Mitten im Kulturhauptstadtjahr 2025 stellte sich die Stadt Chemnitz die Frage, wie das europäische Gefühl und die neu entstandene Dynamik langfristig erhalten werden können. Die Antwort: ein eigenes Europe Direct-Zentrum. Deshalb bewarb sich die Stadt im Mai 2025 bei der Europäischen Kommission um ein solches EU-gefördertes Informationszentrum.

Alle fünf Jahre haben Städte die Möglichkeit, sich für einen Standort zu bewerben. Für Sachsen sind vier Europe Direct-Zentren vorgesehen – Chemnitz ist erstmals Teil dieses Netzwerks. Im Oktober 2025 erhielt die Stadt die Zusage.

Seit dem 1. Januar 2026 ist das Europe Direct Chemnitz aktiv. Träger ist die Stadt Chemnitz, die Umsetzung erfolgt als Projekt. Die Leitung übernimmt Europe-Direct-Managerin Tina Winkel. Finanziert wird das Zentrum durch Fördermittel der Europäischen Kommission und des Freistaates Sachsen.

Inhaltlich verfolgt das Europe Direct einen mobilen und bürgernahen Ansatz: Mit Veranstaltungen, Dialogformaten und Informationsangeboten bringt es Europa direkt zu den Menschen in der Stadt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Belebung der Interventionsflächen der Kulturhauptstadt – und darauf, das europäische Lebensgefühl in Chemnitz nachhaltig zu stärken.

Hier gelangen Sie zu der Hauptseite des Europe Directs:

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Europäischer Solidaritätscorps

Foto: Franziska Wöllner

Das Europäische Solidaritätskorps ist ein Förderprogramm der Europäischen Kommission, das jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren ermöglicht, einen Freiwilligendienst im europäischen Ausland zu leisten. Die Teilnehmenden werden dabei über Erasmus+-Mittel unterstützt.

Die Stadt Chemnitz hat sich in Kooperation mit der F+U Sachsen gGmbH erfolgreich als aufnehmende Einrichtung akkreditieren lassen. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Erasmus+-Antrag. Seit August 2025 kann Chemnitz Freiwillige aus ganz Europa aufnehmen.

Der erste Einsatz erfolgt im Europe Direct Chemnitz, wo die Freiwilligen das Team bei Veranstaltungen, Projekten und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Das Projekt bringt internationale Perspektiven in die Stadtverwaltung ein, fördert den interkulturellen Austausch und stärkt die weitere Internationalisierung. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Erfahrungen und Impulse aus Chemnitz in ein europaweites Netzwerk zu vermitteln und den europäischen Gedanken aktiv weiterzutragen.


Abgeschlossene Projekte

Projekt "Interlace"

Logo Projekt INTERLACE
Foto: INTERLACE

Städte lebenswerter, widerstandsfähiger und integrativer machen

INTERLACE, ein von der EU gefördertes Projekt, unterstützt Städte bei der Renaturierung von urbanen Ökosystemen. Darauf geht auch der Name zurück, der ausgeschrieben für die englische Bezeichnung „International Cooperation to Restore and Connect Urban Environments in Latin America and Europe“ steht. Übersetzt ins Deutsche lautet es: „Internationale Kooperation um urbane Ökosysteme in Lateinamerika und Europa wiederherzustellen und zu verbinden“.

Angelaufen war das Projekt im September 2020 und es endete im August 2024. Es nahmen neben Chemnitz die Städte Kraków (Polen), Granollers (Spanien), Envigado (Kolumbien) und Portoviejo (Ecuador), sowie der Gemeindenzusammenschluss CBIMA (Costa Rica), teil. Hinzu kommen verschiedene Partner wie z. B. das Ecologic Institute Berlin oder der WWF.

Die zentralen Ziele in Chemnitz sind die Brachenrenaturierung und die Umweltbildung, damit z. B. der Hitzestress in der Stadt verringert und gleichzeitig Artenvielfalt und die Verbindung von Mensch zur Natur (wieder-)hergestellt wird.

Weitere abgeschlossene Projekte sind in den EU Berichten nachzulesen: