Projekte der Kinder- und Jugendbeauftragten
Aktuelle Projekte
Die Stadt Chemnitz vergibt 2026 erstmals einen stadtweiten Schülersprecherpreis. Initiiert wird die Auszeichnung von der Gleichstellungsbeauftragten Franziska Herold und der Kinder- und Jugendbeauftragten Dina Norberger.
Unter dem Motto „Bring dich ein!“ werden Schülerinnen und Schüler geehrt, die sich als Schüler- oder Klassensprecher/-sprecherinnen besonders für ein respektvolles, inklusives und gleichberechtigtes Miteinander an ihren Schulen engagieren.
Ziel des Preises ist es, das Engagement junger Menschen sichtbar zu machen und zu würdigen. Gleichzeitig soll der Preis Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen – auch über die Schulzeit hinaus, etwa in Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft.
Wie erfolgt die Nominierung und wer kann nominiert werden?
- Schüler- oder Klassensprecher/-sprecherinnen aller Chemnitzer Schulen (ab Klasse 1)
- Nominierung durch die Schulen
- Bis zu zwei Vorschläge pro Schule
- Öffentliche und private Schulen
Kategorien:
Grundschule | Oberschule | Förderschule | Gymnasium (inkl. beruflicher Gymnasien)
Die Auswahl trifft eine Jury. Die Preisverleihung erfolgt durch Bürgermeister Ralph Burghart. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten Urkunden und attraktive Preise.
Bewerbungsfrist: bis 15. April 2026
Kontakt: gleichstellungsstelle(at)stadt-chemnitz.de | Tel. 0371 / 488 5105
Die Kinder- und Jugendbeauftragte, Dina Norberger, hatte Anfang des Schuljahres 2025/2026 alle Kinder, die eine Chemnitzer Grundschule oder einen Hort besuchen, zu einem stadtweiten Malwettbewerb zum Thema Kinderrechte aufgerufen. Ziel war es, aus den Einsendungen eine Broschüre zu erstellen, in der die zehn wichtigsten Kinderrechte mittels Bildern aus Kinderhand vorgestellt werden.
Bis zum Einsendeschluss am 31. Oktober 2025 waren insgesamt zwölf Schulen und Horte dem Aufruf gefolgt. Die Kinder haben sich in dem Malwettbewerb mit ihren Rechten kreativ auseinandergesetzt und herausgearbeitet, was ihnen wichtig ist. Dabei sind schöne, spannende und auch überraschende Werke entstanden, die eine Jury nach verschiedenen Kriterien bewertet hat: erkennbares Kinderrecht, Umsetzung, Chemnitzbezug sowie Eignung für die Broschüre. Es war den Kindern freigestellt, mit welchen Rechten sie sich beschäftigen. Den Chemnitzer Schüler:innen lag auch das Recht auf eine saubere Umwelt sehr am Herzen, das im Allgemeinen nicht zu den zehn wichtigsten Kinderrechten gezählt wird. Es wird daher als elftes Kinderrecht mit in Broschüre aufgenommen.
Die drei erstplatzierten Einrichtungen erhielten Dank der Sponsoren GGG, Sparkasse Chemnitz und Volksbank Chemnitz eG ein attraktives Preisgeld, mit dem sie Wünsche und Projekte der Kinder verwirklichen können:
1. Platz: 300 Euro für die Grundschule „Am Stadtpark“
2. Platz: 200 Euro für den Hort Reichenbrand
3. Platz: 100 Euro für die Grundschule Rabenstein – „Hans Carl von Carlowitz“
Kinder haben Rechte und die gelten überall: zu Hause, in der Schule, im Hort, auf dem Spielplatz oder unterwegs in der Stadt. Doch viele Kinder wissen gar nicht genau, welche Rechte sie haben und wie sie sich dafür stark machen können. Der Malwettbewerb sollte dazu anregen, über Kinderrechte ins Gespräch zu kommen und die Kleinen zu stärken.
Die Broschüre wird nun produziert und anschließend in kommunalen Grundschulen, Horten, verschiedenen öffentlichen Gebäuden der Stadt Chemnitz, wie Moritzhof, Tietz und Rathaus, sowie Jugendclubs ausgelegt.
Seit Herbst 2025 sind in vielen Kindertageseinrichtungen, Schulen und soziokulturellen Zentren in Chemnitz große Banner und Plakate mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu sehen. Unterstützt durch die Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft e. V. hat die Kinder- und Jugendbeauftragte diese besondere Öffentlichkeitskampagne ins Leben gerufen.
Der Clou: Auf jedem Banner und jedem Plakat sind alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung abgebildet. Zu jedem einzelnen Ziel gibt es einen eigenen QR-Code, der ganz einfach mit dem Smartphone gescannt werden kann. Hinter jedem QR-Code verbirgt sich eine Tonaufnahme, in der eine Kinderstimme das jeweilige Ziel leicht verständlich und anschaulich erklärt. Das Projekt wurde von Michaela Koschak initiiert, die gemeinsam mit Kindern des Dr. Wilhelm-André-Gymnasiums die Tonaufnahmen eingesprochen hat. Für ihr Engagement rund um die Nachhaltigkeitsziele wurden die Schüler:innen bereits ausgezeichnet. Sie belegten den 4. Platz beim Chemnitzer Umweltpreis.
Die Banner und Plakate laden nicht nur zum Anschauen ein, sondern auch zum Mitmachen: Die Bildungseinrichtungen wurden gebeten, die Banner und Plakate gemeinsam mit den Kindern aufzuhängen und sich dabei intensiver mit den 17 Zielen zu beschäftigen. Einige der Nachhaltigkeitsziele überschneiden sich dabei direkt mit den Kinderrechten.
Es ist geplant, alle Still- und Wickelpunkte in Chemnitz anschaulich in der FamilienApp sowie auf der Website der Stadt darzustellen. Vielen Eltern mit Babys und Kleinkindern fällt es unterwegs oft schwer, einen geeigneten Ort zum Wickeln zu finden. Die Kinder- und Jugendbeauftragte möchte Eltern hier gezielt unterstützen, deshalb sollen die Still- und Wickelmöglichkeiten künftig digital leicht auffindbar sein. Dazu sind bereits Gespräche mit verschiedenen Akteuren in Chemnitz geplant, um das Angebot noch praxisnaher zu gestalten.
Wiederkehrende Projekte
Unterstützt von der Kinder- und Jugendbeauftragten und der Schulsozialarbeit in Kooperation mit städtischen Institutionen, freien soziokulturellen Initiativen, Vereinen und Unternehmen halten Schülerinnen und Schülern aus den Grundschulen in Chemnitz jedes Jahr eine Kinderkonferenz im Rathaus ab. Zu Themen, die sie vorher selbst gewählt haben, diskutieren die Kinder in Workshops ihre Ideen und präsentieren die Ergebnisse im Stadtverordnetensaal ihrem jungen Publikum. Es geht zum Beispiel um sichere Fahrradwege, schönere Schulhöfe, gesunde Ernährung, Mülltrennung in der Schule, die Gründung eines Hortrates u. v. m. Ziel ist es, demokratische Prozesse kennenzulernen und andere Schulen zu inspirieren, aktiv zu werden.
Zum jährlichen Familienaktivtag „Familienzeit im Grünen" der Kinder- und Jugendbeauftragten und ihren Partnern sind Familien eingeladen, aktiv zu werden und an verschiedenen Stationen ihre Fitness unter Beweis zu stellen.
Die Kinder- und Jugendbeauftragte ist seit 2015 Mitglied in der Jury des Chemnitzer Umweltpreises und ist Ansprechpartner für junge Menschen und ihre Belange. Der Wettbewerb wurde 1991 als Umweltbildungskampagne beschlossen und dient der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Umweltthemen, wie zum Beispiel den Klima- oder den Artenschutz. Mehr dazu auf der Seite des Chemnitzer Umweltpreises.