Eine unvollendete Geschichte
Die Kunstsammlung von Lola und David Leder gibt es nicht mehr. Die Ausstellung in den Kunstsammlungen am Theaterplatz, Kunstsammlungen Chemnitz begibt sich auf Spurensuche und zeigt historische Schenkungen, die Lola und David Leder einst an die Städtische Kunstsammlung Chemnitz übergaben. In der Ausstellung werden Werke von Künstler:innen wie Lovis Corinth, Karl Hofer, Max Liebermann, Oskar Kokoschka, Gustav Schaffer, Otto Theodor Wolfgang Stein, Rahel Szalit-Marcus, und weiteren gezeigt.
Lola und David Leder begannen am Ende der 1910er-Jahre Kunst zu sammeln. Die gemeinsame Leidenschaft für die Kunst spiegelte sich in einer persönlichen Sammlung wider, die durch Ankäufe und Verkäufe stetig erweitert und verändert wurde. Sie pflegen intensive Kontakte zur Kunst- und Kulturszene. Befreundet waren sie unter anderem mit dem Maler und Zeichner Otto Theodor Wolfgang Stein, der sie beim Aufbau ihrer Kunstsammlung beriet, sowie mit dem Chemnitzer Sammlerpaar Senta und Erich Goeritz.
Im Zentrum der Ausstellung steht das 1920 in Chemnitz entstandene Bildnis David Leders von Gustav Schaffer. Beleuchtet werden die Geschichte des Werkes, das Schaffen des Künstlers, sowie die Nachinventarisierung des Gemäldes in den Kunstsammlungen Chemnitz während der DDR-Zeit. In Zusammenarbeit mit den Nachfahr:innen der Familie Leder geht die Ausstellung außerdem der Provenienz des Werkes nach und stellt die Frage: Wem gehört das Gemälde?