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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 337

Stadtrat beschließt Konzept für Städtische Theater und Verhandlungsmandat für neue Haustarifverträge

Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die von der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH (STC) erarbeitete Theater-Konzeption beschlossen. Diese sieht den Erhalt aller Sparten und Spielstätten des Hauses bei Beibehaltung der Größe des Personalkörpers der STC vor.

Aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderung für die STC als auch für die Stadt Chemnitz als Zuschussgeberin hat der Stadtrat damit den Weg zur Neuaufstellung von Haustarifverträgen ab dem Jahr 2027 für die Städtischen Theater Chemnitz geöffnet.
Das Konzept sieht vor, neue Haustarifverträge mit einer Laufzeit von vier Jahren abzuschließen. Diese sollen für alle Tarifbereiche gelten – darunter die Robert-Schumann-Philharmonie, die künstlerischen Ensembles sowie die Bereiche Technik, Werkstätten und Service. Vorgesehen ist unter anderem, die jährlichen Sonderzahlungen auszusetzen und Tariferhöhungen neu zu regeln. Für das Jahr 2027 ist eine Tariferhöhung von zwei Prozent vorgesehen. In den Folgejahren sollen bis zum Ende der Laufzeit keine weiteren Tariferhöhungen erfolgen.

Mit den neuen Haustarifverträgen sollen die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Theater Chemnitz weiterhin mit einem jährlichen kommunalen Zuschuss in Höhe von 36 Mio. Euro arbeiten können. Ziel ist es, den Theaterbetrieb langfristig zu sichern und gleichzeitig die finanziellen Möglichkeiten des städtischen Haushalts einzuhalten.

Der Generalintendant der Theater Chemnitz wird mit diesem Beschluss dazu beauftragt, Gespräche mit den Gewerkschaften aufzunehmen. Das Ergebnis der Verhandlungen soll dem Stadtrat im vierten Quartal 2026 zur abschließenden Entscheidung vorgelegt werden.

Hintergrund ist die notwendige Haushaltskonsolidierung der Stadt Chemnitz. Steigende Personal- und Sachkosten stellen die Theater Chemnitz wie viele andere Kultureinrichtungen bundesweit vor große wirtschaftliche Herausforderungen.