Als Fachgebiet an der Schnittstelle von körperlicher und psychischer Gesundheit wird die neue Klinik eng mit den somatischen und psychiatrischen Fachbereichen des Klinikums zusammenarbeiten und damit die interdisziplinäre Behandlung komplexer Krankheitsbilder stärken.
»Psychosomatische Medizin versteht sich als Brücke zwischen Körper, Psyche und Lebenssituation. Gerade in einer Zeit hochspezialisierter und organbezogener Medizin fällt es manchen Patientinnen und Patienten schwer, diese Ebenen zu einem ganzheitlichen Verständnis ihrer Erkrankung und ihrer eigenen Einflussmöglichkeiten zusammenzuführen «, sagt die neue Chefärztin Dr. Lenk. Die psychosomatische Medizin unterstütze Menschen mit primär psychischen Erkrankungen ebenso wie Menschen, die infolge körperlicher Erkrankungen oder belastender Lebensveränderungen in Krisen geraten sind. Dabei verstehe sie sich auch als eine Beziehungsmedizin, die schwere Lebenssituationen gemeinsam trägt und Menschen dabei unterstützt, neue Perspektiven, Handlungsmöglichkeiten und Freiheit in der Gestaltung ihres Lebens zurückzugewinnen.
Behandelt wird in der neuen Klinik für Psychosomatische Medizin ein breites Spektrum an Erkrankungen – beispielsweise
von Angst-, Zwangs- und depressiven Störungen bis hin zu körperbezogenen Beschwerden. Das Behandlungsangebot wird schrittweise aufgebaut und umfasst zunächst ambulante und tagesklinische Therapieangebote. Im weiteren Verlauf folgen stationäre Versorgungsstrukturen.
Die neue Klinik will nicht nur die Versorgung von heute stärken, sondern auch den ärztlich-psychosomatischen Nachwuchs von morgen fördern und damit ein bislang in der Region kaum vertretenes Fachgebiet nachhaltig in Chemnitz etablieren. Für Studierende des Modellstudiengangs Humanmedizin MEDiC eröffnet sie künftig Möglichkeiten für Lehre, Famulaturen, Facharztausbildung sowie Promotions- und Forschungsvorhaben vor Ort. Damit entsteht eine wichtige Grundlage für die langfristige Stärkung der regionalen stationären und ambulanten psychosomatischen Versorgung.
Dr. med. Dr. med. dent. Maria Lenk ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Zahnärztin und kehrt nach mehr als zehn Jahren klinischer, wissenschaftlicher und lehrender Tätigkeit in der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden in ihre Heimatstadt Chemnitz zurück. Zuletzt leitete sie die Tagesklinik für Somatoforme Störungen sowie den Forschungs- und Behandlungsbereich »Psychosomatische Erkrankungen in der Zahnmedizin«. Mit ihrer Doppelqualifikation verbindet sie psychosomatische, medizinische und zahnmedizinische Perspektiven in Versorgung, Forschung und Ausbildung.
Eine Meldung des Klinikums Chemnitz.