Chemnitzer Schülerinnen und Schüler bei der Wasserstoff-Weltmeisterschaft

Chemnitzer Schüler:innen haben beim H2 Grand Prix Weltfinale in der Schweiz erfolgreich wasserstoffbetriebene Modellfahrzeuge ins Rennen geschickt. Die Teams des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums erreichten Platz 6 und Platz 10 und wurden zudem für das innovativste Fahrzeug ausgezeichnet.
Zu sehen sind fünf junge Männer, die in die Kamera schauen. Einer trägt ein Auto.
Das Team „Ganymede Racing“ mit fünf Schülern des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums Chemnitz ist akutell beim H2 Grand Prix Weltfinale. Foto: René Hüttel
+

Schülerinnen und Schüler des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums Chemnitz haben in der vergangenen Woche am H2 Grand Prix Weltfinale teilgenommen, das vom 29. Juni bis 4. Juli in Bulle in der Schweiz stattffand. Der H2 Grand Prix ist ein internationaler Technologiewettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler wasserstoffbetriebene, funkferngesteuerte Modellfahrzeuge entwickeln, optimieren und in Langstreckenrennen gegeneinander antreten lassen.

Das Team »BlubberBoliden« mit vier Schülerinnen sowie das Team »Ganymede Racing« mit fünf Schülern aus den Klassen 10 und 11 gewannen Ende Mai 2026 jeweils die nationale Meisterschaft in ihrer Wettbewerbsklasse. Der deutsche Ausscheid fand im Chemnitzer Industriemuseum statt. Die Teams vertraten nun Deutschland bei dieser Weltmeisterschaft. Für das Jungenteam ist der Wettbewerb mit Platz 10 von 17 zu Ende gegangen, dafür holten sie aber den Preis für das innovativste Fahrzeug in der Stock-Car-Klasse nach Chemnitz und damit nach Deutschland. Das Mädchenteam erreichte hingegen den 6. Platz.
Die Jugendlichen beschäftigen sich in dem Wettbewerb praxisnah mit den Potenzialen und Herausforderungen der Wasserstoffnutzung und sammeln Erfahrungen in einem Technologiefeld, das für die Energiewende und die industrielle Transformation von Bedeutung ist. Sie werden dadurch zu jungen Botschafterinnen und Botschaftern einer innovativen und klimafreundlichen Zukunft.
Damit repräsentieren die Schülerinnen und Schüler insbesondere auch die Stadt Chemnitz, die mit dem entstehenden Hydrogen Innovation Center (HIC) Standort des nationalen Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff (ITZ H2) ist. 
Das Jugendamt Chemnitz unterstützte die Teilnahme der Chemnitzer Jugendlichen an der Weltmeisterschaft über die Internationale Jugendarbeit mit einer Projektförderung unter anderem für Unterkunft, Fahrtkosten, Startgebühr und Material. 
Im Wettbewerb trafen die Teams auf junge Menschen aus zahlreichen Ländern. Die Veranstaltung fördert damit auch interkulturelle Kompetenz und Weltoffenheit. 
Darüber hinaus leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Mädchen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Die Qualifikation des Teams »BlubberBoliden« zeigt die Leistungsfähigkeit von Mädchen in technischen Disziplinen und setzt ein Zeichen für Chancengleichheit.