Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 596

Veranstaltungen der Kunstsammlungen Chemnitz im Oktober

Donnerstag, 1. / 8. / 15. / 22. / 29. Oktober, jeweils 15 Uhr
Sprachencafé
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Eintritt: kostenfrei
Link zur Veranstaltung

Wir öffnen unsere Türen für das Sprachencafé Chemnitz – ein offenes, entspanntes Begegnungsformat, bei dem Menschen unterschiedlicher Sprachen und Hintergründe gemeinsam ins Gespräch kommen, Deutsch üben und sich vernetzen.
Als Gastgeber freuen wir uns, den Raum für dieses schöne Angebot bereitzustellen. Die Organisation und inhaltliche Durchführung liegen beim Sprachencafé-Team.

Kommt vorbei – offen für alle, die Lust auf Austausch und neue Begegnungen haben!


Freitag, 2. Oktober, 15 bis 17 Uhr
Kinderpreview Mythos & Mattheuer – Führung
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz 
Eintritt: kostenfrei, Anmeldung: per E-Mail an info.kunstsammlungen(at)stadt-chemnitz.de oder per Telefon 0371 488 4424, für Kinder von 6 bis 12 Jahren
Link zur Veranstaltung

In den Kunstsammlungen am Theaterplatz erwartet dich ein besonderes Erlebnis! 
Komm zur Kinderpreview von 15 bis 17 Uhr und entdecke unsere neuen Ausstellungen zum Thema „Mythos. Von Göttern zu Superheldinnen.“ und „Allegorien des Lebens – Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer“.
Mythen sind keine starren Geschichten; sie verändern sich immer – von antiken Göttern zu Superheldinnen im Comic bis zur Verbreitung im Internet. Wir stellen uns Fragen wie: Welche Superhelden und Superheldinnen kennst du? Wer ist dein:e Alltagsheld:in? Welche Superkräfte hättest du gerne?

Kinder können die Kinderpreview ohne Begleitperson besuchen. Dafür füllen Sie als erziehungsberechtigte Person das Dokument auf der Veranstaltungsseite aus und schicken es uns zu, bringen es mit oder füllen es am Tag der Veranstaltung vor Ort aus. 


Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr
Allegorien des Lebens & Mythos – Gemeinsame Eröffnung
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz 
Eintritt: kostenfrei
Link zur Veranstaltung

Zur Eröffnung der beiden Ausstellungen „Allegorien des Lebens. Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer“ und „Mythos. Von Göttern zu Superheldinnen“ laden wir Sie, Ihre Familie und Freund:innen am Freitag, dem 2. Oktober, um 18.30 Uhr herzlich in die Kunstsammlungen am Theaterplatz ein.

Begrüßung:
Florence Thurmes, Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz

Grußworte:
Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz

Patricia Werner, Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Einführung:
Diana Kopka, Kuratorin, Sammlung Malerei und Plastik

Literarische Intervention:
Alexander Ganz-Kuhl, Schauspieler


Donnerstag, 8. Oktober, 18 Uhr
Dance and Draw
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz 
Eintritt: 10 Euro, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Werdet auf unserer After-Work-Party selbst kreativ, genießt die entspannte Atmosphäre und macht das Treppenhaus zum Dancefloor.

Bei unserem Format „Dance and Draw“ besteht nicht nur die Möglichkeit, den Tag mit den Beats unserer professionellen DJ ausklingen zu lassen. Große Staffeleien laden zugleich zum spontanen Zeichnen ein. Auf diese Weise wird das große Treppenhaus der Kunstsammlungen am Theaterplatz für einen Abend zum offenen Atelier für alle, die Lust auf Kreativität und Austausch haben.

Lasst euch dabei von unseren aktuellen Sonderausstellungen „Mythos“ und „Allegorien des Lebens“ inspirieren, die an diesem Tag länger für euch geöffnet sind. Das Thema Mythos zieht sich als roter Faden durch beide Ausstellungen. Als Botschafter von grundlegenden Wahrheiten thematisieren Mythen nicht nur Personen von weltgeschichtlicher Bedeutung, sondern symbolisieren jeweils auch das Ringen um Wandlung und Werdegang jedes Einzelnen.


Freitag, 9. Oktober, 16 Uhr 
Werk im Fokus: Prometheus – Gespräch 
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz 
Eintritt: Tagestarif 10 Euro, 6,50 Euro ermäßigt, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Wir laden Sie herzlich ein zum öffentlichen Gesprächsformat „Werk im Fokus“ in den Kunstsammlungen am Theaterplatz.
„Werk im Fokus“ ist ein 30-minütiges Gesprächsformat vor einem ausgewählten Werk der Ausstellung „Mythos. Von Göttern zu Superheldinnen“. Es besteht die Möglichkeit, die Hintergründe des ausgewählten Werks genauer kennenzulernen, mit der Kuratorin persönlich ins Gespräch zu kommen und eigene Gedanken einzubringen. Im Fokus des heutigen Treffens wird der Mythos von Prometheus stehen.

Die Ausstellung „Mythos. Von Göttern zu Superheldinnen“ untersucht die Bedeutung antiker Mythen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart und zeigt, wie ihre Motive bis heute in Kunst, Film, Comic und digitalen Medien fortwirken. Als Botschafter von grundlegenden Wahrheiten thematisieren Mythen nicht nur Personen von weltgeschichtlicher Bedeutung, sondern symbolisieren jeweils auch das Ringen um die menschliche Wandlung und den menschlichen Werdegang.


Freitag, 9. Oktober, 17 Uhr
Streifzug durch die Stadtgeschichte mit jüdischer Perspektive – Führung
Ort: Schloßbergmuseum
Eintritt: Tagestarif 8 Euro, 5 Euro ermäßigt, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Wir laden Sie herzlich ein zur öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Schloßbergmuseums. Die Ausstellung erzählt die Stadtgeschichte Chemnitz‘ vom 12. bis ins 20. Jahrhundert und legt dabei den Schwerpunkt auf das Leben und Wirken der jüdischen Chemnitzer:innen.

Jüdinnen und Juden waren von Beginn an Teil der mittelalterlichen Siedlungsbewegungen in Sachsen. In der Bergstadt Freiberg, aber auch in Meißen, Dresden und Leipzig spielten sie eine bedeutende Rolle. Vom 15. bis 19. Jahrhundert wiederum war Personen jüdischen Glaubens der Aufenthalt in Sachsen verboten. Dennoch finden wir für genau diese Zeit eindeutige Spuren jüdischen Lebens in Chemnitz. 

Nach 1866 blühten die jüdischen Gemeinden Sachsens erneut auf. Insbesondere in Chemnitz entsteht eine große jüdische Gemeinschaft, die erfolgreiche Unternehmen und engagierte Bürger:innen hervorbringt. Auch zahlreiche Arbeitssuchende jüdischen Glaubens werden von der boomenden Industriemetropole angezogen. Verschiedene Einrichtungen, die noch heute die Stadt prägen, wären ohne die Arbeit jüdischer Chemnitzer:innen nicht entstanden. Die nationalsozialistische Diktatur beendete dieses Kapitel der Chemnitzer Stadtgeschichte auf brutale Weise. Nach 1945 war der Neustart für die verbliebenen, zurückgehrten oder neu zugezogenen Jüdinnen und Juden schwer.


Samstag, 10. Oktober, 14.30 Uhr
Zines als kreative Praxis – Workshop
Ort: Museum Gunzenhauser
Treffpunkt: 4. OG, Museum Gunzenhauser
Eintritt: 28 Euro, 8 Euro ermäßigt, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Wir laden Sie herzlich zum Workshop „Zines als kreative Praxis“ mit der Papierkünstlerin und Grafikdesignerin Julia Koschler ins Museum Gunzenhauser ein. Im Workshop werden Sie an das Medium und die Geschichte des Zines herangeführt und können selbst kreativ werden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren selbstveröffentlichte Zines ein zentrales Medium und Ausdrucksmittel zahlreicher feministische Bewegungen und marginalisierter Gruppen.

Nach einer Einführung in die geschichtliche Entwicklung sowie die politische und soziale Bedeutung verschiedener Zines und Zine-Bewegungen können die Teilnehmenden des Workshops eigene Zines gestalten. Hierbei werden Falt- und Collage Techniken vermittelt und ein Raum geboten, eigene Perspektiven einzubringen und sich auszuprobieren.


Samstag, 10. Oktober, 14.30 Uhr
Perspektivwechsel – Führungen mit dem Jugendrat Alfreds Crew
Ort: Museum Gunzenhauser
Eintritt: Tagestarif 10 Euro, 6,50 Euro ermäßigt, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Der Jugendrat Alfreds Crew ist eine Gruppe von engagierten, kunstbegeisterten jungen Menschen, die seit 2025 ihre Perspektiven und Ideen in die Museumsarbeit einbringen. In „Serving Gender“ haben sie vier Interventionen entwickelt, in denen sie sich intensiv mit Themen der Ausstellung auseinandergesetzt haben. Dabei haben sie eigene inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt und Verbindungen zu ihrer alltäglichen Lebensrealität gezogen. Erleben Sie mit zwei Mitgliedern einen spannenden Rundgang durch die Ausstellung.

Im globalen Kontext tragen Frauen seit Jahrhunderten die Hauptlast der oftmals unsichtbaren, unbezahlten Care-Arbeit rund um Nahrung: Sie kochen, sie versorgen, sie ernähren Kinder, Familien und Gemeinschaften. „Serving Gender“ stellt Frauen als zentrale Ernährerinnen der Gesellschaft in den Mittelpunkt und nähert sich geschlechtsspezifischen Ambivalenzen in Bezug auf Essen, die mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, kulturellen Normen, Rollenzuschreibungen und der Kontrolle und Disziplinierung des weiblichen Körpers zusammenhängen.

Im Zentrum steht die Frage, wie Essen nicht nur biologische Bedürfnisse stillt, sondern gesellschaftliche Strukturen reproduziert: Wer bereitet Nahrung zu und wer wird in Bildern bei diesen Vorgängen dargestellt? Welche Erwartungen an weibliche Fürsorge prägen den Esstisch? Wer darf Appetit haben? Und wieso sind eigentlich die meisten Spitzenköch:innen männlich?


Freitag, 23. Oktober, 16.45 Uhr 
Yoga im Museum – Workshop
Ort: Museum Gunzenhauser 
Eintritt: 12 Euro, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Lassen Sie den Tag an einem besonderen Ort entspannt ausklingen:  An jedem vierten Freitag um 16.45 Uhr können Sie im Museum Gunzenhauser unter professioneller Anleitung Yoga-Übungen in den Ausstellungsräumen erleben. Wenn möglich bitte die eigene Yoga-Matte mitbringen – eine begrenzte Zahl an Matten steht zur Verfügung.

Yoga-Lehrerin: Mileen Rudelt


Samstag, 10. Oktober, 14.30 Uhr
Zines als kreative Praxis – Workshop
Ort: Museum Gunzenhauser
Treffpunkt: 4. OG, Museum Gunzenhauser
Eintritt: 28 Euro, 8 Euro ermäßigt, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Wir laden Sie herzlich zum Workshop „Zines als kreative Praxis“ mit der Papierkünstlerin und Grafikdesignerin Julia Koschler ins Museum Gunzenhauser ein. Im Workshop werden Sie an das Medium und die Geschichte des Zines herangeführt und können selbst kreativ werden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren selbstveröffentlichte Zines ein zentrales Medium und Ausdrucksmittel zahlreicher feministische Bewegungen und marginalisierter Gruppen. 

Nach einer Einführung in die geschichtliche Entwicklung, sowie die politische und soziale Bedeutung verschiedener Zines und Zine-Bewegungen können die Teilnehmenden des Workshops eigene Zines gestalten. Hierbei werden Falt- und Collage Techniken vermittelt und ein Raum geboten, eigene Perspektiven einzubringen und sich auszuprobieren.


Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18:30 Uhr 
„Mattheuer auf Reisen" – Vortrag von Melanie Ohst, Kunsthalle Rostock
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz 
Eintritt: 6 Euro, Anmeldung unter dem Link zur Veranstaltung

Was faszinierte Wolfgang Mattheuer unterwegs und wie wurde das Gesehene zu Kunst? Der Vortrag widmet sich seinen unmittelbar vor Ort entstandenen Zeichnungen – von der Heimat im Vogtland bis zu Reisen ins Ausland. Er beleuchtet die Bedeutung der Zeichnung als eigenständiges Medium der Beobachtung und als Ausgangspunkt späterer Bildfindungen. Anhand ausgewählter Arbeiten wird nachvollziehbar, wie Reiseeindrücke in Mattheuers künstlerische Bildwelten einflossen. Auch die gemeinsamen Reisen mit seiner Frau Ursula Mattheuer-Neustädt und die besonderen Bedingungen des Reisens in der DDR sowie ins westliche Ausland werden thematisiert.

Melanie Ohst, geboren 1990 in Neuruppin, studierte Kunstgeschichte und Pädagogik in Kiel. Seit 2016 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthalle Rostock tätig. Dort realisierte sie verschiedene Ausstellungsprojekte, darunter „Perspektivwechsel – Kunst nach 1945 aus den Sammlungen der Kunsthalle St. Annen Lübeck und der Kunsthalle Rostock“, „Jørgen Buch – Black & White, Dansk kunst in der Sammlung der Kunsthalle Rostock“ oder „Usedomer Lichter“.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Künstlerkolonien, insbesondere in Norddeutschland, Kunst nach 1945 in Ost- und Westdeutschland, sowie dänische Kunst im 20. Jahrhundert. Sie lebt in Rostock und Wismar.