Wirtschaft aktuell
Wasserstoffbündnis Region Chemnitz – Ergebnisbericht 2025
Zentrale Basis für den Weg des Wasserstoffs in die Industrie geschaffen
Das Wasserstoffbündnis Region Chemnitz hat seinen Ergebnisbericht für das Jahr 2025 sowie die Zielplanung für 2026 veröffentlicht. Im zweiten Bündnisjahr haben die Partner – Stadt Chemnitz, IHK Chemnitz, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, inetz GmbH und HZwo e.V. – wichtige Grundlagen für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft geschaffen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Vorbereitung zentraler Infrastruktur- und Innovationsprojekte, die künftig eine Nutzung von Wasserstoff in der Region ermöglichen sollen.
Die wichtigsten Ergebnisse des Jahres 2025 im Überblick:
- Hydrogen Innovation Center (HIC):
Ein herausragender Meilenstein war die Bewilligung des Förderbescheids in Höhe von 84,4 Millionen Euro durch Bund und Freistaat. Damit wird der Aufbau des Hydrogen Innovation Center (HIC) als nationaler Standort des Innovations- und Technologiezentrums des Bundes maßgeblich vorangetrieben.
- Fortschritte bei der Infrastruktur:
Die JTF-geförderten Projekte von eins energie und inetz wurden entscheidend weiterentwickelt. Dazu zählen die Planung eines Elektrolyseurs am Wasserstoffcampus, die Entwicklung eines lokalen Verteilnetzes sowie die Vorbereitung der Anbindung an das Wasserstoff-Kernnetz.
- Wasserstoff-Bedarfsanalyse:
Mit dem Abschluss und der Präsentation der vertieften Bedarfsanalyse konnten die industriellen Wasserstoffbedarfe in Südwestsachsen konkretisiert werden.
- Internationale Sichtbarkeit:
Mit den H2GP World Finals im August 2025 war Chemnitz Gastgeber einer internationalen Weltmeisterschaft für wasserstoffbetriebene Modellfahrzeuge. Rund 600 Schülerinnen, Schüler und Studierende aus verschiedenen Ländern nahmen teil und erhielten Einblicke in die regionale Forschungs- und Unternehmenslandschaft.
Herausforderungen und Ausblick auf 2026
Trotz dieser Erfolge sieht sich das Bündnis auch mit Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere unklare energiepolitische Rahmenbedingungen und verzögerte Entscheidungen des Bundes zur nationalen Netzinfrastruktur erschweren Unternehmen belastbare Investitionsentscheidungen.
Mit Blick auf das Jahr 2026 sieht sich die Region dennoch gut aufgestellt. Zu den Kernzielen für das kommende Jahr gehören die Fortführung der politischen Interessenvertretung, die Begleitung zentraler Infrastrukturvorhaben sowie die Unterstützung der industriellen Transformation. Zudem startet das INTERREG-Projekt „ReH₂gion“, welches den Aufbau eines grenzüberschreitenden Wasserstoff-Netzwerks mit der tschechischen Region Ústí nad Labem fokussiert.