Lungenzentrum erweitert

Mit dem Lungenzentrum des Heinrich-Braun-Klinikums Zwickau ergänzt ein weiterer Partner das Mitteldeutsche Lungenzentrum (MLZ). 2024 gründeten die Teams des Klinikums Chemnitz und des Klinikums Altenburger Land das erste länderübergreifende Lungenzentrum in Mitteldeutschland.

Nun wird das überregionale Zentrum für die qualitativ hochwertige Versorgung komplexer und schwerer Lungenerkrankungen um einen dritten Standort erweitert. Fortan bündeln die drei Partner ihre Expertise. Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten in Mitteldeutschland ein wohnortnahes Konzept anzubieten, das in allen Bereichen dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. Damit wird der Zugang zu einer individualisierten und qualitativ hochwertigen Diagnostik und Therapie bei Lungenerkrankungen in der gesamten Region sichergestellt. Das Mitteldeutsche Lungenzentrum er möglicht einen schnellen und barrierefreien Zugang zu allen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten moderner Lungenheilkunde und Lungenchirurgie. 

Lungenkrebs-Screening: Kliniken bündeln Expertise 

Durch die Kooperation mit dem Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau beginnen die Kliniken in Zwickau und Chemnitz mit dem Lungenkrebs-Screening ein Angebot zur Früherkennung. Für Personen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko ist diese Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Ziel des Screenings ist es, Lungenkarzinome möglichst frühzeitig zu erkennen – in einem Stadium, in dem sie häufig noch gut behandelbar oder heilbar sind. Das Angebot richtet sich an Raucherinnen und Raucher und ehemalige Rauchen de ohne bisherige Symptome für Lungenkrebs. Ob die Voraussetzungen für eine Untersuchung erfüllt sind, ist unter www.lungenkrebsscreening-sachsen.de nachzulesen. 

Erster Anlaufpunkt für das Screening sind Hausärztinnen und Hausärzte sowie niedergelassene Fachärztinnen und -ärzte – insbesondere aus Innerer Medizin, Pneumologie und Arbeitsmedizin. Dort werden die Anspruchsvoraussetzungen geprüft, die vorgeschriebene Aufklärung über Nutzen und Risiken des Screenings durchgeführt und die Überweisung zur Untersuchung bei Radiologinnen und Radiologen ausgestellt. Die radiologischen Teams der Poliklinik Chemnitz und der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Chemnitz führen zukünftig die NDCT-Untersuchungen und die Erstbefundung durch. Bei unklaren, auffälligen oder grenzwertigen Befunden übernehmen Radiologinnen und Radiologen des Klinikums Chemnitz die Zweitbefundung für die Gesundheitsregion Südwestsachsen. Das Lungenkrebszentrum Chemnitz ist in den anschließenden diagnostischen und klinischen Pfad eingebunden: Seine Expertinnen und Experten beraten interdisziplinär, wie bei auffälligen Befunden weiter vorgegangen werden sollte. 

Das Klinikum Chemnitz und das Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau streben dabei eine enge Zusammenarbeit an. Durch den fachlichen Austausch sollen hohe Qualitätsstandards entlang der gesamten Versorgungskette sichergestellt werden, um für Patientinnen und Patienten eine bestmögliche, wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen.