April bis Juni
Jahresrückblick 2025
Als ein »Ort des Aufbruchs« zählt das Karl Schmidt-Rottluff Haus zu den Interventionsflächen der europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Zusammen mit der benachbarten Wohnmühle, in der Karl Schmidt-Rottluff seine Kindheit verbrachte, ist das Haus zu einem weiteren Hotspot des Expressionismus in Chemnitz geworden.
Die Behördennummer ist rund um die Uhr erreichbar
Mitte Juni wurde die Behördennummer 115 auf ein Sprachdialogsystem (SDS) umgestellt, das Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr Auskünfte zu häufig nachgefragten Anliegen wie Personalausweis, Führungszeugnis oder Bewohnerparkausweis ermöglicht. Das SDS leitet Anrufende per Sprachansagen und Ziffernwahl durch vordefinierte Themen und entlastet das Servicecenter, indem Wartezeiten reduziert und wiederholte Anrufe vermieden werden. Änderungen am System können flexibel durch die Stadt vorgenommen werden, während die Kosten durch die Föderale IT-Kooperation übernommen werden. Ziel der Umstellung ist es, die Erreichbarkeit und Servicequalität der 115 zu verbessern und die Quote angenommener Anrufe im Servicecenter zu erhöhen
Welcome-Center feiert einjähriges Bestehen
Mitte 2024 wurde das Welcome Center im Bürgeramt als zentrale Anlaufstelle für Fachkräfte, Rückkehrende sowie Zuzüglerinnen und Zuzügler eröffnet. Die Mitarbeitenden bietet seit dem Beratungen zu Arbeit, Leben und Integration in Chemnitz an und unterstützen auch Unternehmen bei der Eingliederung internationaler Mitarbeitender. Im ersten Jahr fanden rund 300 Beratungen mit Fachkräften aus 43 Ländern statt. Hier waren besonders Informationen zu Arbeitsmarkt, beruflicher Anerkennung, Sprachkursen und Freizeitangeboten gefragt. Das Center fungiert als Lotsenstelle für ein erfolgreiches Ankommen, koordiniert Behördengänge und unterstützt Familien beim Start ihres Lebens in Chemnitz.
Zweijahreshaushalt 2025/26 genehmigt
Die Landesdirektion Sachsen hat im Juni den Zweijahreshaushalt 2025/26 der Stadt Chemnitz genehmigt – Chemnitz war damit die einzige Kommune mit Defiziten in beiden Jahren, die eine Genehmigung erhielt. Für 2025 wurde auch die geplante Kreditaufnahme für Investitionen, unter anderem für die Turnhalle Grüna, den Premiumradweg und den Anbau an der Kooperationsschule, genehmigt. Der Haushalt umfasst jeweils rund 1,1 Milliarden Euro, bei einem Defizit von 58 Millionen Euro im Jahr 2025 und 108 Millionen Euro im Jahr 2026, vor allem durch steigende Sozialausgaben und Inflation. Die Stadt muss weiterhin einen Sparkurs fortsetzen und auf Kassenkredite zurückgreifen, um handlungsfähig zu bleiben.