Auch in diesem Jahr fördern die Stadt Chemnitz, Bund und Freistaat Sachsen wieder Demokratieprojekte. Analog zu 2025 konnten erneut Akteur:innen der Zivilgesellschaft Projektanträge einreichen.
Aus kommunalen Mitteln wurden für die Umsetzung des lokalen Aktionsplans für Demokratie, Toleranz und ein weltoffenes Chemnitz (LAP) insgesamt 56.500 Euro bereitgestellt. Davon wurden 53.730 Euro bewilligt. Fördersummen von bis zu 5.000 Euro pro Projekt können so finanziert werden.
Das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ ist mit Bundesmitteln, einer Kofinanzierung des Freistaats Sachsen und kommunalen Mitteln untersetzt. Für Projekte in Chemnitz gibt es 2026 einen Aktionsfonds in Höhe von 78.960 Euro. Davon wurden 76.848 Euro bewilligt. Die maximale Förderhöhe je Projekt betrug 20.000 Euro.
Insgesamt wurden 49 Projektanträge eingereicht. Davon gehörten 20 Projekte in die Kategorie Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ und 29 in den LAP. Nach der Bearbeitung und Bewertung durch die Fachstelle wurde über alle Anträge im Begleitausschuss beraten. Jene Projekte, die eine Förderempfehlung erhalten konnten, wurden umgehend darüber informiert und das Zuwendungsverfahren durch die Fachstelle eingeleitet.
Im LAP fördert die Stadt Chemnitz dieses Jahr 14 Projekte, im Bundesprogramm können vier Projekte mit einer Zuwendung rechnen. Passend zur Ausschreibung liegen die Schwerpunkte auch in der Umsetzung bei Angeboten für junge Menschen. Maßnahmen im öffentlichen Raum sind ebenfalls stark vertreten. Hintergrund sind die ermittelten Bedarfe und der Ansatz, dass Kinder und Jugendliche in Chemnitzer Stadtteilen alternative Handlungsoptionen zu delinquentem Verhalten sowie stabile Beziehungs- und Beschäftigungsangebote benötigen. Eine gesteigerte demokratische Resilienz und adäquate gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien sind Säulen der friedlichen Koexistenz innerhalb der Stadt Chemnitz.
Die Maßnahmen der Antragstellenden sind passende Beiträge in diesen Bereichen. Details können den Listen auf www.chemnitz.de/demokratiefoerderung entnommen werden.
Im Begleitausschuss ergaben sich einige Änderungen. Neu als Mitglied sind ASA FF e.V., ASB Chemnitz und Umgebung e.V. sowie AGIUA e.V. vertreten. Freiwillig nach zwei Jahren ausgeschieden sind der Bürgerverein FUER Chemnitz e.V., Inpeos e.V. sowie RAA Sachsen e.V.
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