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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 404

Rasenmähen an Teichen bei „Froschregen“ vermeiden

Das Umweltamt informiert und bittet um aktive Unterstützung

Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli sollte das Mähen von Grünflächen im Umkreis von etwa 50 Metern um Teiche vermieden werden. Darauf weist das Umweltamt der Stadt Chemnitz hin. Ist eine Mahd aus z. B. landwirtschaftlicher Sicht dort erforderlich, sollte vorher die Fläche dahingehend kontrolliert werden, ob junge Frösche und Kröten in diesem Bereich unterwegs sind. So kann unter Umständen eine ganze Amphibiengeneration geschützt werden.

Im Frühsommer vollzieht sich an vielen Teichen ein faszinierender, aber empfindlicher Naturprozess: Aus winzigen Kaulquappen werden innerhalb weniger Wochen Frösche und Kröten. Nach ihrer vollständigen Entwicklung verlassen tausende Jungtiere – vor allem Grasfrösche und Erdkröten – das Gewässer oft innerhalb kurzer Zeit. Dieses Naturschauspiel wird auch „Froschregen“ genannt.

Die Tiere halten sich anschließend ufernah in Wiesen und Gebüschen auf, um sich an das Landleben zu gewöhnen. Vor allem Rasenmäher und Motorsensen stellen dann für die Jungtiere eine große Gefahr dar. Die nur 1,5 bis 3,5 Zentimeter kleinen Tiere werden häufig übersehen und von den Geräten unbemerkt erfasst, meist mit tödlichen Folgen.

Wer „Froschregen“-Ereignisse entdeckt, kann diese gern an die Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Chemnitz telefonisch unter 0371 488 36 -02 oder -03 melden.