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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 447

Stadtrat beschließt grundhaften Ausbau der Zwickauer Straße

Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung den grundhaften Ausbau der Zwickauer Straße zwischen Schillstraße und Am Feldschlösschen beschlossen. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt, dass neben der Städtebauförderung auch die beantragten EU-Fördermittel bewilligt werden.

Der rund 440 Meter lange Straßenabschnitt im Stadtteil Kappel wird umfassend erneuert. Gleichzeitig werden gemeinsam mit der inetz GmbH Trinkwasser-, Gas- und Stromleitungen modernisiert.  Im Bereich des Straßenbahnmuseums wird auf einer Länge von rund 130 Metern eine schmalspuriges Museumsgleis errichtet und in die Fahrbahn integriert.

Mit dem Ausbau wird die Zwickauer Straße an die heutigen Anforderungen angepasst. Vorgesehen sind beidseitige Radfahrstreifen, neue Gehwege sowie Parkstreifen, die durch neue Baumstandorte und sichere Querungsstellen ergänzt werden. Insgesamt werden 36 neue Straßenbäume gepflanzt. Dafür entfällt ein Teil der bisherigen Stellplätze. Die neue Gestaltung verbessert die Bedingungen für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und den motorisierten Verkehr gleichermaßen.

Zusätzlich entstehen neue Querungshilfen für Fußgänger. Unweit des Garagen-Campus wird eine Fußgängerampel eingerichtet, um das sichere Queren der Straße zu erleichtern. An der Schillstraße wird außerdem eine Aufstellfläche für linksabbiegende Radfahrer geschaffen.

Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Steinstraße und die Tieckstraße instandgesetzt. Dort wird nach den Leitungsarbeiten der Versorger die Straßendecke erneuert. Die Arbeiten sind Teil des koordinierten Gesamtvorhabens und tragen dazu bei, den Unterhaltungsaufwand an den Fahrbahnen zu minimieren.

Die Bauarbeiten sollen im August 2026 beginnen und voraussichtlich rund 20 Monate dauern. Um die Auswirkungen auf Anwohnende und den Verkehr möglichst gering zu halten, wird die Maßnahme in fünf Bauabschnitten unterteilt. Während der Bauzeit wird die Zwickauer Straße abschnittsweise gesperrt. Stadtauswärts bleibt sie als Einbahnstraße befahrbar, der stadtwärtige Verkehr wird umgeleitet.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 4,03 Mio. Euro. Rund 85 Prozent der Kosten sollen durch Fördermittel von Bund, Freistaat Sachsen und der Europäischen Union gedeckt werden. Vorgesehen ist eine Finanzierung aus der Städtebauförderung sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung (NiSE).