Seniorenbeirat

In einer Amtsblatt-Serie im Juli und August 2025 wurden alle Beiräte der Stadt Chemnitz vorgestellt.

In der Ausgabe 32/2025 vom 7. August erklärt Vorsitzende Dr. Heidi Becherer, wofür sich der Beirat einsetzt.
 

Das Bild zeigt die Mitglieder des Seniorenbreirates der Stadt Chemnitz. 12 Personen stehen neben bzw. hintereinander auf einem Umlaufbalkon im Moritzhof. Davon sind 7 Frauen und 5 Männer. Alle Personen sind dem Anlass entsprechend schick gekleidet und schauen freundlich in die Kamera. Im Hintergrund erkennt man grüne Baumkronen.
Mitglieder des Seniorenbeirates der Stadt Chemnitz Foto: Stadt Chemnitz, Pressestelle / Franziska Fiedler

 

Um welche Angelegenheiten kümmert sich der Seniorenbeirat?

Dr. Heidi Becherer: Der Seniorenbeirat ist ein Gremium des Stadtrates. Er setzt sich zusammen aus sechs Abgeordneten verschiedener Fraktionen und sieben sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern. Sie sind vom Stadtrat gewählt worden, mit dem Anliegen, die Senioren in der Stadt gegenüber der Stadtverwaltung und dem Stadtrat zu vertreten.
Damit haben wir Aufgaben, die sich auf den Stadtrat beziehen, aber auch Aufgaben, die wir von den älteren Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen und dann an die Stadtverwaltung oder den Stadtrat weitertragen. 


Wie kommen die Themen zu Ihnen?

Im Stadt-Schau-Fenster findet einmal im Monat – jeden ersten Dienstag von 14 bis 16.30 Uhr – eine Beratung statt, zu der Bürgerinnen und Bürger kommen können und uns ihre Probleme erzählen. Das kann den großen politischen Raum betreffen, das kann aber auch das Dach der Haltestelle zum Beispiel an der Luthereiche sein oder die Beleuchtung zwischen der Endhaltestelle Ebersdorfer Straße bis zur Huttenstraße. Oder die Frage: Wie schnell wird man bei einem Bombenfund informiert, wenn man evakuiert werden muss? Hören das auch ältere Menschen? Wie können sie das hören und wie können sie darüber informiert werden? 
Darüber hinaus auch noch viele, viele andere Barriere-Fragen hinsichtlich der Absenkung von Fußwegen, Mobilitätsfragen oder wo der nächste Arzt ist. 


Wie bringen Sie die Themen in den Stadtrat ein?

Da gibt es eine Absprache mit dem Bürgeramt: An diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung tragen wir Fragen heran, die wir nicht beantworten können oder zuerst nicht beeinflussen können. 


Wie funktioniert Ihre Zusammenarbeit mit den Stadtratsmitgliedern?

Dadurch, dass im Beirat auch sechs Stadträte sitzen, haben wir natürlich die Aufgabe, dass Themen aus der Sitzung des Seniorenbeirates mit in die Fraktionen hineingenommen werden. 
Zurzeit haben wir immer wieder das Problem mit der Kulturhauptstadt gehabt: Wie erkenne ich bestimmte Veranstaltungen? Oder brauchen wir nicht noch wesentlich mehr Toiletten zu den Veranstaltungen der Kulturhauptstadt? Das sind Themen, bei denen wir versuchen, diese über die Stadträte in die Verwaltung zu bringen. Sie nehmen die Gesprächsthemen mit und wir versuchen dann gemeinsam Lösungen zu finden.


Mit welchen Themen oder Projekten beschäftigen Sie sich aktuell? 

Zur Kulturhauptstadt gibt es noch zwei Aspekte zu ergänzen: Einmal liegt uns als Beirat sehr, sehr viel daran, mit Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam ein Treffen mit Senioren aus unseren Partnerstädten zu organisieren. Wir hatten damit bereits voriges Jahr begonnen. Es waren Gäste, Senioren und Seniorenvertreter aus Düsseldorf da, mit denen wir uns drei Tage lang die Stadt angeschaut und Vorbereitungen auf dieses Jahr getroffen haben. Wir hatten virtuell Kontakt zur polnischen Partnerstadt Łódź und jetzt soll sich das erweitern mit den Vertretungen dieser beiden Partnerstädte, aber auch mit jeweils einer Vertretung von Ústí nad Labem, von Mulhouse und eventuell von Tampere. Das Treffen soll im September stattfinden. 
Wir wollen uns darüber unterhalten, wie Seniorenpolitik in unseren Partnerstädten gemacht wird. Wir wollen die Ergebnisse anschließend zusammentragen, damit wir vielleicht am Ende der Legislaturperiode eine Sammlung von Beispielen zum Umgang mit Senioren aus unseren Partnerstädten und von uns haben.


Wie kann man sich an der Arbeit des Seniorenbeirates beteiligen oder helfen?

Das ist eigentlich relativ leicht: Wir haben einmal feste Tage, wo wir Sprechstunde halten und man mit seinen Beweggründen zu uns kommen kann. Außerdem ist es auch möglich, jede öffentliche Beiratssitzung des Seniorenbeirates zu nutzen. 
Es gibt immer einen öffentlichen Teil und einen nicht-öffentlichen Teil. Im öffentlichen Teil kann laut Satzung des Stadtrates ein Gast reden. Wenn wir das vorher gut vorbereitet haben, würde ich, wenn ich die Sitzung leite, auch jedem Gast das Rederecht geben. Das ist ganz selbstverständlich. Sodass wir also mit dem Bürger immer in Kontakt sind, weil wir das wollen als Seniorenbeirat. 
Und die allereinfachste Sache ist eigentlich die E-Mail-Adresse vom Seniorenbeirat zu nutzen oder direkt in der Stadtverwaltung anzurufen.

Der Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat der Stadt Chemnitz besteht aus 13 Mitgliedern sowie ihren Stellvertreterinnen und Stellvertretern. Er setzt sich aus Mitgliedern der verschiedenen Stadtratsfraktionen sowie sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern zusammen. 


Zu erreichen ist der Seniorenbeirat per E-Mail an seniorenbeirat(at)stadt-chemnitz.de 

Sprechstunde

An jedem ersten Dienstag im Monat bietet der Seniorenbeirat eine Sprechstunde an. Sie findet im Raum »Stadt- Schau-Fenster« im Erdgeschoss des Neuen Technischen Rathauses statt. Stadtratsmitglieder und Mitglieder des Seniorenbeirates bieten den Bürgerinnen und Bürgern dabei die Möglichkeit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.