Beseitigung der Winterschäden hat begonnen
Seit Anfang März werden wieder die Winterschäden auf den Straßen im Chemnitzer Straßenverkehrsnetz beseitigt. Vorrangig werden zuerst Schäden behoben, die eine akute Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellen, sowie jene am Hauptstraßennetz. In der Regel wird auf eine wirtschaftliche Abarbeitung der Schäden in einem bestimmten Gebiet geachtet, da entsprechende Absperrungen vorgenommen werden müssen.
Die Schäden werden von Straßenkontrolleur:innen des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt Chemnitz festgestellt und registriert. In einem Abstand von ca. sechs Wochen laufen sie jeweils die gleiche Kontrolltour. Falls ein Schaden kurz nach einem solchen Kontrollgang auftritt, ist die Stadt auch für Hinweise von Bürger:innen sehr dankbar.
Die Art des Schlaglochflickens ist temperatur- und wetterabhängig. Zudem ist entscheidend, ab wann Heißmischgut produziert wird. So konnte zur schnellstmöglichen Herstellung der Verkehrssicherheit bis Ende Februar nur das teurere und weniger lang haltbare Kaltmischgut als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ verwendet werden. Seit Anfang März sind die Heißmischanlagen wieder aktiv.
An der Behebung der Schäden arbeiten aktuell drei Kolonnen des städtischen Bauhofes sowie zwei Kolonnen ortsansässiger Firmen. Der Sachgebietsleiter der Straßenunterhaltung und der Straßenmeister des Tiefbauhofes koordinieren die Maßnahmen.
Wie viele Schlaglöcher an einem Tag repariert werden können, hängt von der Größe des jeweiligen Schadens ab und welche Technologie angewandt wird. Bei Heißmischgut wird durchschnittlich durch jede Kolonne ein Thermocontainer Heißmischgut mit 3 bis 5 Tonnen Inhalt pro Tag auf Chemnitzer Straßen verarbeitet. Insgesamt ergibt das täglich eine Menge von 18 bis 30 Tonnen Heißmischgut. Um diese Menge einzuschätzen, im Folgenden ein Vergleich: Eine Tonne Heißmischgut füllt einen Quadratmeter mit einer Tiefe von 40 Zentimeter.
Manche Schlaglöcher müssen mehrfach geflickt werden, weil bei einer einfachen Flickung die Fugen aufgrund der Technologie nicht mit einem Dichtungsband geschlossen werden konnten bzw. Kaltmischgut verwendet werden musste. Dadurch kann Wasser in die Schadstelle eindringen und wieder gefrieren, was dazu führt, dass die Schadstelle beim Auftauen aus- bzw. ausbricht. Dies stellt jedoch keinen Mangel im Sinne der Gewährleistung dar.
Da im gesamten Stadtgebiet vielfältige grundhafte Straßeninstandsetzungen bzw. investive Straßenbaumaßnahmen geplant sind, erfolgt zusätzlich eine Abstimmung, ob und wann eine normale Schlaglochflickung sinnvoll ist.
Das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Chemnitz schätzt, dass in diesem Jahr ca. 620.000 Euro aus dem Budget des Straßenunterhalts für die Winterschadensbeseitigung benötigt werden. Im Zweijahreshaushalt 2025/2026 stehen jährlich insgesamt ca. 10,5 Millionen jährlich für Instandsetzungsarbeiten an Straßen, Rad- und Fußwegen zu Verfügung.