Ab sofort ist im Innenhof des Hauptgebäudes im Botanischen Garten der Stadt Chemnitz, Leipziger Straße 147, eine neue Ausstellung zu sehen. Unter dem Titel „Zeitfenster“ lassen die Werke der Künstlerin Jutta Klötzer die Betrachter wie durch ein Fenster in das frühere Erdzeitalter Eozän blicken.
Die Ausstellung ist täglich bis zum 30. April 2026 während der Öffnungszeiten des Botanischen Gartens zu sehen und kostenfrei zugänglich.
Die sechs großformatigen Arbeiten zeigen Inklusen von Flora und Fauna in Bernstein, die Jutta Klötzer während ihrer Urlaube auf Hiddensee begeisterten. Das „Gold der Bäume“ aus dem Eozän, einer Schlüsselzeit für die Evolution der Säugetiere aufgrund einer extrem schnellen Klima-Erwärmung, liegt zwischen 56 bis 35 Mio. Jahre zurück. Der Baltische Bernstein aus Baumharz (Succinit) entstand also weit vor den ersten Menschen und fasziniert mit Einschlüssen von Organismen in fast unveränderter Gestalt.
Diese historische Willkür beeindruckte die Künstlerin sehr. In ihren Werken appelliert sie an den Respekt vor dem Leben auf unserem Planeten in aller Fülle der Arten und erinnert auch an unsere Vergänglichkeit, wie drei kleinere Arbeiten beweisen. Die Bernsteinbilder sind in einer Mischtechnik ausgeführt: Tempera- und Aquarellmalerei, Tusche- und Stiftzeichnungen machen jedes Bild der Serie zu einem Unikat.
Jutta Klötzer wuchs in Dresden auf und absolvierte Jugendkurse und ein Abendstudium an der HfBK Dresden, bevor sie 1978 ihr Studium an der Hochschule für Kunst und Design, Halle Burg Giebichenstein, begann und erfolgreich abschloss. Seit 1990 lebt die Künstlerin in Einbeck im südlichen Niedersachsen, ist dort Vorsitzende des Kunsthauses Einbeck e. V., Mitglied des BBK Harz und beteiligt sich an vielen Ausstellungen.
Öffnungszeiten:
täglich 8 bis 16 Uhr (November bis Januar)