Sanierungs- und Fördergebiet Zwickauer Straße
„Magistralen sind Stadteingang, erste Adresse, Quartierszentrum und zugleich Zäsur, Barriere und Transitraum. Sie prägen das Gesicht der Städte und sind damit Ort größter Herausforderungen und Chancen für die Zukunft der Stadt.“ (Hamburger Bauforum 2020)
Auf die Zwickauer Straße, eine der Haupteinfallstraßen von Chemnitz, trifft diese Beschreibung zu:
Die in der Talaue des Kappelbachs verlaufende Straße besitzt die Erschließungsfunktion für das Chemnitzer Industriemuseum, die Messe Chemnitz, das Projekt „Garagencampus“ der europäischen Kulturhauptstadt (ehemaliges Straßenbahndepot) und verbindet die Chemnitzer Innenstadt mit den attraktiven Naherholungsgebieten im Westen der Stadt. Besonders vorherrschend derzeit sind jedoch die immobilienwirtschaftlichen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Probleme entlang des 6 Kilometer langen Teilstücks zwischen Kappler Drehe und der Autobahn A72. Hier ist das Bild geprägt von Wohnungs- und Ladenleerständen, zahlreichen sanierungsbedürftigen (Industrie-) Gebäuden, Lärmemissionen sowie erheblichen Qualitätsdefiziten im öffentlichen Raum. Der Straßenraum ist stark verkehrsdominiert und wenig gestaltet.
Die städtebauliche Entwicklung und Sanierung dieses Bereiches ist deshalb ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung in Chemnitz.