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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 214

Urenkel auf den Spuren seiner jüdischen Familie in Chemnitz

Einladung für Journalist:innen: am 10. April, 15 Uhr, Marianne-Brandt-Straße 8

Am Freitag, dem 10. April, besucht Gilad Wax, Urenkel von Franz Philipp Schreiber, mit seiner Familie Chemnitz. Ab 15 Uhr werden sie die Stolpersteine in der Marianne-Brandt-Straße 8 besichtigen. Diese wurden am 6. Mai 2021 in Erinnerung an Franz Philipp Schreiber, seine Frau Charlotte und seine Tochter Vera verlegt, die den Holocaust nicht überlebten. An der ehemaligen Platanenstraße 8, heute Marianne-Brandt-Straße 8, steht das ehemalige Wohnhaus der Familie Schreiber.

Vertreter:innen der Medien sind eingeladen, zum Besuch an der Marianne-Brandt-Straße 8 dabei zu sein.

Die Familie Schreiber gehörte zu einer alteingesessenen jüdischen Fabrikantenfamilie. Saul Schreiber, der Vater von Franz Philipp Schreiber, lebte ab 1874 in Chemnitz und war Mitinhaber der Mechanischen Weberei Seidler & Schreiber. 1910 wurde sein Sohn Franz Philipp Schreiber Miteigentümer. Er vermählte sich 1921 in Breslau mit Charlotte Bie. Die Eheleute bekamen drei Kinder: Konrad, Klaus und Vera. Gilad Wax ist der Enkelsohn von Konrad Schreiber, der 1939 nach England auswandern konnte, um sich vor der Deportation durch die Nationalsozialisten zu retten.

Gilad Wax besucht an diesem Tag das Industriemuseum Chemnitz, um sich über eine geplante Ausstellung zu jüdischen Unternehmern zu informieren. Er trifft dort neben Kuratorin Dr. Barbara Waske auch Gisela Strobel vom Förderverein des Industriemuseums, die die Patenschaft einer der Stolpersteine in der Marianne-Brandt-Straße 8 übernommen hatte. Projektleiterin Cornelia Siegel von der Stadt Chemnitz wird die Familie begleiten.

www.chemnitz.de/stolpersteine_schreiber